Stadt Frankenau und Behörden sind noch mit Abstimmungen für das Baurecht befasst

Kellerwalduhr in der Warteschleife

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So soll sie aussehen, die neue Kellerwalduhr. Der Ersatz für das geschlossene Infozentrum im Feriendorf ist bereits seit Jahren in Planung. Doch bis heute steht noch kein Termin für den Baubeginn fest. Die Finanzierung steht, aber die Abstimmung mit den Behörden ist noch nicht abgeschlossen. Grafik: Architekt Speyer

Frankenau - Es war Juli 2013, als die damalige hessische Umweltministerin Lucia Puttrich durch Brombeergestrüpp kletterte und sich ein Bild vom Standort der künftigen Kellerwalduhr machte. Seither tun die Nationalparkbesucher das, was sie in Sachen Kellerwalduhr schon seit Jahren tun: Sie warten.

Die offizielle Zusage aus dem Umweltministerium über eine Million Euro für den Bau der Kellerwalduhr liegt seit April 2013 vor. Daraufhin hatten die Beteiligten optimistisch Pläne geschmiedet: Das neue Infozentrum am „Euler“ sollte schon im August 2014 eröffnet werden.

Tatsache ist aber: Knapp eineinhalb Jahre nach der wiederholten Zusage der Ministerin hat der Bau des Infozentrums noch nicht einmal begonnen. Das Bauprojekt hängt noch immer in der Warteschleife.

Grund für die Verzögerung ist nach Angaben von Nationalparkchef Manfred Bauer die noch laufende Abstimmung mit den verschiedenen Fachbehörden, etwa dem Regierungspräsidium und der Unteren Naturschutzbehörde. Das Planungsbüro arbeite derzeit noch notwendige Änderungen ein. Wann ein realistischer Baubeginn zu erwarten sei, könne er nicht sagen, „aber so bald wie möglich“. Architektur und Finanzierung seien geklärt, sobald Baurecht geschaffen sei, könne es losgehen.

Frankenaus Bürgermeister Björn Brede verwies am Dienstag darauf, noch keinen Termin für den Baubeginn nennen zu können: „Wir sind noch mitten im Verfahren.“ Auf Nachfrage der FZ kündigte er aber den Fraktionschefs, dem Magistrat und dem Ältestenrat der Stadt an, Ende des Monats gemeinsam mit Bauer über das Projekt zu informieren.

Von Andrea Pauly

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