Spende für Frankenberger Krankenhaus

Kernspintomograph soll im März stehen

+
Dr. Harald Schmid, Vorsitzender des Fördervereins des Krankenhauses (links), und der Vereins-Kassierer Heinrich Mengel (rechts) überreichten Geschäftsführer Christian Jostes einen Scheck über 140 000 Euro.Foto: pr

Frankenberg - Ein verspätetes Weihnachtsgeschenk hat das Frankenberger Kreiskrankenhaus von seinem Förderverein erhalten: 140000 Euro für einen Kernspintomographen.

Der Vorsitzende des Fördervereins des Frankenberger Krankenhauses, Dr. Harald Schmid, überreichte dem Geschäftsführer der Klinik, Christian Jostes, einen Scheck über 140000 Euro. Damit soll die Einrichtung eines Kernspintomographen unterstützt werden, der die diagnostischen Möglichkeiten erheblich erweitern soll.

Die Kernspintomographie ist die genaueste Methode, um Abbildungen von Krankheitsprozessen im Inneren des Körpers zu erzeugen. Die Untersuchungen liefern Informationen von höchster Qualität und kommen ohne Röntgenstrahlen aus. Angewandt wird Technik etwa bei Schlaganfall, Rückenmarkserkrankungen, orthopädischen Fragestellungen, in der Kardiologie und der Gastroenterologie. Ebenfalls können Blutgefäße ohne größeren Eingriff dargestellt werden – etwa Bein- oder Hirnarterien. Alle Fachrichtungen im Haus können den Tomographen nutzen. Die seit 1997 im Haus angewandte, mit dem Einsatz von Röntgenstrahlen einhergehende Computertomographie wird durch die Neuanschaffung nicht überflüssig. Sie ist vielmehr ein Instrument der Notfalldiagnostik.

Der Kernspintomograph soll aus statistischen Gründen im Bereich der zurzeit im Erdgeschoss angesiedelten Endoskopieabteilung direkt auf dem Fundament aufgestellt werden. Die Endoskopie zieht in einen noch nicht genutzten Bereich des Altbaus um. Die Umbauarbeiten sind bereits im Gange und voraussichtlich im März abgeschlossen. Mit Gesamtkosten des Projekts liegen bei rund 1,2 Millionen Euro, von denen 60 Prozent das Krankenhaus trägt. Den Rest übernimmt der radiologische Partner des Krankenhauses, die „Radiologie Nordhessen“ mit Sitz in Zwesten.

Krankenhaus-Geschäftsführer Christian Jostes bedankte sich bei Schmid für die Spende, die durch die Unterstützung heimischer Unternehmen, Kaufleute und Privatpersonen zustande gekommen ist.

Der Förderverein der Klinik wurde im Jahr 2005 gegründet und zählt 237 Mitglieder. Ehemalige Patienten, Freunde und Mitarbeiter des Krankenhauses tragen durch ihre Mitgliedschaft dazu bei, dass in Zeiten knapper Kassen Engpässe im Krankenhaus überbrückt werden können. „Die Sparmaßnahmen dürfen nicht auf die Kosten der Kranken gehen. Das Krankenhaus soll die Bevölkerung weiterhin medizinisch hochrangig versorgen können“, sagte Schmid. Der Verein hat in der Vergangenheit zahlreiche Projekte gefördert, etwa die Sanierung der kardiologischen Überwachungsstation.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare