Abschied von der Cornelia-Funke-Schule

Kerstin Gnoth verlässt Gemünden

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Thomas Mandel und Cathrin Boucsein vertreten als Konrektoren in den nächsten Monaten Kerstin Gnoth, die gestern von Jörg Langheld (v.l.) vom Staatlichen Schulamt verabschiedet wurde.Foto: Glotz

Gemünden - Für viele Gemündener kommt es überraschend: Die beliebte Leiterin der Cornelia-Funke-Schule, Kerstin Gnoth, heißt am Wochenanfang nicht die neuen Schüler willkommen, da sie die Schule und das Frankenberger Land verlässt.

Für Kerstin Gnoth selbst scheint der Schritt nur logisch zu sein: Schon 2002 stellte Gnoth einen Antrag auf Versetzung nach Baden-Württemberg, um ihrem damaligen Lebensgefährten und heutigen Mann näher zu sein. Das wurde abgelehnt - zu knapp die Besetzung im wichtigen Fach Englisch. Im Jahre 2014 hat sich das offenbar geändert: Wenige Tage nach Beginn der Sommerferien schrieb Gnoth eine Mail an ihre Kollegen, die auch gestern von der Nachricht noch immer sichtlich überrascht waren.

„Wir haben immer gut zusammengearbeitet. Kerstin hat unermüdlichen Einsatz gezeigt, oft über die Belastungsgrenzen“, erinnerte Konrektor Thomas Mandel an die vergangenen Jahre. Er übernimmt zusammen mit der ebenfalls gestern frisch ernannten Konrektorin Cathrin Boucsein vorerst die Verantwortung an der Cornelia-Funke-Schule. „Strukturiert, zielorientiert und stets motiviert“ habe Gnoth ihr Amt ausgefüllt, sagte Mandel. Ihr Ziel sei stets die Steigerung der Unterrichtsqualität gewesen.

Erst seit einem Jahr Rektorin

Kerstin Gnoth kam im Jahre 1998 aus Stadtallendorf an die damalige Gemündener Mittelpunktschule, wie Mandel Revue passieren ließ. Im Schuljahr 2006/07 nahm sie ein Sabbat-Jahr, in dem sie zeitweise in Battenberg arbeitete und beinahe dort geblieben wäre. Das verhinderte der damalige Schulleiter Rainer Thursar, der gestern als Erster Stadtrat sprach und den Dank des Bürgermeisters übermittelte.

Nach ihrer Rückkehr bemühte sich Gnoth vermehrt um Leitungsaufgaben und übernahm nach dem Abschied ihrer Vorgängerin Adelheid Lay organisatorisch die Schulleitung. Erst vor einem Jahr wurde ihr diese auch per Urkunde und Berufsbezeichnung übertragen, seither ist sie Rektorin an der Schule.

Viele Kollegen erinnerten in kurzen Grußworten an die gemeinsame Zeit. Jörg Langheld vom Staatlichen Schulamt hob die gute Zusammenarbeit hervor und zeigte sich beeindruckt, wie Gnoth das ausgezeichnete Schulklima bewahrt und weiterentwickelt habe. „Miteinander - füreinander“, das Motto der Schule, sei durch Gnoth mit Leben gefüllt worden. Die scheidende Schulleiterin selbst gab dieses Lob an das Kollegium weiter. „Das alles kann nie jemand alleine schaffen“, sagte sie.

Sie habe in Führungsverantwortung „drei Jahre engagierter Zusammenarbeit“ erlebt. „Bleibt auf diesem Weg“, rief sie ihren Kollegen zu, „nutzt eure persönlichen Talente und bringt sie in die Gemeinschaft ein.“ Einen Dank richtete sie auch an die Stadt Gemünden, die sich stets sehr offen den Belangen der Schule gegenüber gezeigt habe. „Das trägt zum Erhalt des Schulstandortes bei“, sagte Gnoth.

Sie ist ab Montag als Konrektorin an einer Realschule in Gottmadingen bei Konstanz am Bodensee tätig.

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