Anlage von Wasser- und Klangspiel in Bahnhofstraße hat 80000 Euro gekostet

Kinder am Stadtleben teilhaben lassen

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Mit der Fertigstellung des Wasserspiels ist die Umgestaltung der Bahnhofstraße mit der Anlage des neuen „Parks“ abgeschlossen. Aus neun Düsen spritzen pro Stunde 25 Kubikmeter Wasser in die Luft – täglich zwischen 9 und 23 Uhr; im Bild Bürgermeister Rüdiger Heß, Evelin Jacobs und Christina Hartmann von der Familienstadt und Bauamtsleiter Karsten Dittmar. Fotos: Rouven Raatz

Frankenberg - Wasser sprudelt aus neun Düsen, ein Vierbeiner erfrischt sich im Nass und beim Betreten der wenige Meter entfernten neun Kacheln erklingen Töne: Viel Aufenthaltsqualität für Jung und Alt bietet die umgestaltete „Neue Mitte“ Frankenbergs, die Bahnhofstraße.

Bereits beim Maistadtfest am vorletzten Wochenende war das neue Wasserspiel vor den alten Klostermauern kurzzeitig in Betrieb. Und prompt zeigte sich, dass die Erwartungen der Stadt erfüllt werden: Bei herrlichem Wetter zogen vor allem Kinder Schuhe und Strümpfe aus und hüpften zwischen den neun Wasserfontänen umher. Seit dieser Woche ist der Springbrunnen dauerhaft zu bewundern: Täglich von 9 bis 23 Uhr spritzen pro Stunde 25 Kubikmeter Wasser in die Höhe und laufen in dem geschlossenen Kreislauf wieder zurück zur Pumpe.

„Frankenberg liegt an der Eder. Aber jetzt haben wir zum ersten Mal einen richtigen Brunnen hier in Frankenberg; jetzt ist Wasser auch in der Stadt zu sehen“, sagt Bürgermeister Rüdiger Heß, der gestern Nachmittag gemeinsam mit Stadtbauamtsleiter Karsten Dittmar die Umgestaltung der Bahnhofstraße zunächst für beendet erklärte. Erst mit der Fertigstellung des Einkaufszentrums „Frankenberger Tor“ soll auch der Abschnitt zwischen dem Bahnübergang in der Röddenauer Straße und der Kreuzung mit der Siegener Straße saniert und für die Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke vorbereitet werden. Unter anderem wird ein Schrankensystem errichtet.

Fernab der Anbindung des geplanten Einkaufszentrums an die Fußgängerzone hat die Stadt mit der Umgestaltung der Bahnhofstraße das Ziel verfolgt, ein Areal mit hoher Aufenthaltsqualität zu entwickeln „und Familien in die Stadt zu bekommen“. Mit dem Klang- und dem Wasserspiel sollen laut Heß Kinder dazu animiert werden, „am Leben in der Stadt teilzuhaben“. Doch der „Brunnen“ dient nicht nur als Spielangebot, sondern auch zur optischen Aufwertung des „Gartens“ vor dem Landratsamt. Zwischen 20 und 23 Uhr sind die „Wasserspiele“ beleuchtet. Die Fontänen erstrahlen in warm-weißem Licht, erläutert Dittmar. Auch Musikmachen ist auf diesem Platz möglich: das Klangspiel bietet neun Kacheln, die beim „Antippen“ verschiedene Töne erzeugen. „Jeder kann sich seine individuelle Melodie zusammenstellen“, beschreibt der Bauamtsleiter. Finanziert wurden die Angebote aus dem „Familienstadt“-Programm. Der „Brunnen“ hat 70000 Euro, das Klangspiel 10000 Euro gekostet.

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