Betreuung der Kinder in Allendorf wird teurer

Kindergartengebühren werden erhöht

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Die Allendorfer Parlamentarier haben die Kindergartenbeiträge erhöht. Einhellige Meinung ist, dass die Preise weiterhin familienfreundlich sind.

Allendorf (Eder) - Eltern müssen für die Betreuung ihrer Kinder in den Allendorfer Kindergärten ab dem 1. August mehr bezahlen. Mit der Gebührenerhöhung reagieren die Parlamentarier unter anderem auf Änderungen durch das Kinderförderungsgesetz.

Eigentlich wollten die Allendorfer Gemeindevertreter schon in der Sommerpause weilen, doch wichtige Entscheidungen machten die Sitzung am Mittwochabend im Bürgerhaus notwendig. Ein wesentlicher Punkt war dabei die Erhöhung der Kindergartenbeiträge.

Ein entscheidender Grund für Änderungen, die bei einer Enthaltung mehrheitlich auf Zustimmung trafen, sind Neuerungen durch das Kinderförderungsgesetz (Kifög). Die Förderung des Landes Hessen für die einzelnen Einrichtungen richtet sich nun nicht mehr nach der Größe des Kindergartens oder der Anzahl der Gruppen, sondern nach dem Umfang der Betreuung jedes einzelnen Kindes. Daher müssen sich die Eltern für ein Modul entscheiden (siehe Hintergrund). Auch das erwartete Defizit beim Jahresergebnis der Kindertagesstätten in Höhe von 1,26 Millionen Euro dürfte bei der Entscheidung der Gemeindevertreter eine Rolle gespielt haben.

Bürgermeister Claus Junghenn erwartet, dass die Beitragserhöhung zwischen 5000 und 10000 Euro zusätzlich bringt. Allerdings müsse abgewartet werden, wie hoch die Ausgaben für die Umstrukturierung ausfallen und ob zusätzliche Erzieherinnen eingestellt werden müssen. Der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses, Jürgen Hoffmann (CDU), erklärte, dass es längere Diskussionen gegeben habe und dass das Modell ein Kompromiss sei, der sich nur minimal vom Entwurf der Kirche unterscheidet. Träger der Kindergärten in Allendorf, Battenfeld und Rennertehausen sind die evangelischen Kirchengemeinden in Allendorf und Battenfeld. Astrid Huhn (BLO) ist Erzieherin. Für sie sind die Erhöhungen im Rahmen, auch weil es für das zweite angemeldete Kind eine Beitragsbefreiung gibt. „Im Vergleich zu unseren Nachbarn sind die Gebühren weiter familienfreundlich.“ Jürgen Kubitzek (BLO) fügte ironisch an, dass die Betreuung pro Stunde günstiger als das Parken am Landratsamt sei. (tt)

Neue Module

Eltern in Allendorf können künftig aus vier verschiedenen Modulen wählen, 85 Prozent der Eltern wollen sich laut einer vorherigen Umfrage für das Ganztagsmodul entscheiden.

  1. 47,5 Stunden Betreuung (von 7 bis 16.30 Uhr) pro Woche kosten in der Kita 115 Euro (zuvor 85 Euro) und in der Krippe 150 Euro (zuvor 130 Euro)
  2. 37 Stunden (zwei Mal 7.30 bis 12.30 Uhr und drei Mal 7.30 bis 16.30 Uhr) kosten in der Kita 95 Euro und in der Krippe 130 Euro
  3. 37,5 Stunden (von 7 bis 14.30 Uhr) kosten in der Kita 95 Euro und in der Krippe 130 Euro
  4. 25 Stunden (von 7.30 bis 12.30 Uhr) kosten in der Kita 80 Euro (zuvor 75 Euro) und in der Krippe 120 Euro (zuvor 115 Euro).

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