Kinderfeuerwehr gibt Brandschutz-Tipps für die Weihnachtszeit

Kinderleicht: So geht man richtig mit Kerzen um

Gerade in der Adventszeit häufen sich von offenem Feuer verursachte Feuerwehreinsätze. Wir haben die kleinen Brandschutzexperten der Kinderfeuerwehr Reddighausen gefragt, wie man es vermeidet, den Weihnachtsbaum in Brand zu setzen.

 „Ein Feuerlöscher“, schlägt Fiona vor. „Eine Löschdecke“, meint Olivia. Die Kinderfeuerwehr Reddighausen sitzt bei Kakao und Keksen zusammen und sammelt Ideen für nützliche Hilfsmittel, falls der Weihnachtsbaum in Flammen steht. „Oder Sand“, ergänzt der siebenjährige Luca. „Da brauchst du aber viel Sand“, erklärt ihm Joachim Schenkel, der leitende Betreuer der kleinen Brandschützer.

Auch der Deutsche Feuerwehrverband empfiehlt, immer ein Löschmittel, beispielsweise einen Wassereimer, griffbereit zu haben, wenn man Kerzen in der Wohnung anzündet. Die Gefahr von Wohnungsbränden nimmt in der Weihnachtszeit traditionell zu. Mehr als 10 000 zusätzliche Brände verzeichnet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft jährlich in der Adventszeit. Trotzdem möchten viele nicht auf den Kerzenschein am Weihnachtsbaum und auf dem Adventskranz verzichten.

Die sechs- bis zehnjährigen Feuerwehrkinder haben deswegen ein paar einfache Tipps, wie man sorgsam mit Kerzen umgeht: „Kerzen können runterfallen“, sagt Mariella. Also müsse man immer darauf achten, dass sie einen sicheren Stand haben. „Man muss sie ausmachen, wenn man geht“, wirft Olivia ein. Unachtsamkeit sei die Brandursache Nummer eins, teilt auch der Deutsche Feuerwehrverband mit. Und Pascal weiß: „In der Nähe von Kerzen darf man nicht spielen. Dann verbrennt man sich und die Kerze kann umfallen.“ Außerdem müssten die Kerzen frei stehen, damit sich in der Nähe nichts entzünden kann, fügt die achtjährige Olivia hinzu.

Auch Orte mit starker Zugluft seien ungeeignet für Kerzen, rät wiederum der Feuerwehrverband. Beim Entzünden der Weihnachtsbaumkerzen solle man sich von oben nach unten arbeiten, beim Löschen dann genau andersherum. Vorsicht sei allerdings auch bei elektrischen Lichterketten angebracht. Der Verband empfiehlt, nur Ketten mit einem Prüfsiegel zu kaufen, das den Bestimmungen des VDE (Verband Deutscher Elektrotechniker) entspricht. Er warnt auch davor, Lichterketten an überlastete Steckdosen anzuschließen.

Und auch wenn es doch einmal brennt, weiß die Kinderfeuerwehr Rat: „Erstmal muss ich alle Leute warnen und dann mit allen zusammen das Haus verlassen. Dann rufe ich die 112 an“, sagt Olivia.

Die Tipps des Deutschen Feuerwehrverbands, Kerzen in Anwesenheit von Kindern niemals unbeaufsichtigt zu lassen sowie Streichhölzer und Feuerzeuge an einem kindersicheren Platz aufzubewahren, scheinen zumindest bei den Kindern der Reddighäuser Feuerwehr nicht mehr nötig zu sein.

Quelle: HNA

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