Teddyklinik öffnet am Mittwoch in der Ederberglandhalle

Kindern die Angst vor dem Arztbesuch nehmen

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Eine Spritze ist gar nicht so schlimm: In der Teddyklinik lernen Kinder am Mittwoch alles über den Besuch beim Arzt.Archivfoto: Pauly

Frankenberg - Sie sind bereits ein eingespieltes Team: die Frankenberger Lionsfreunde um Teddyklinik-Organisator Klaus Weise und die angehenden Mediziner aus Marburg. Am Mittwoch, 21. Mai, verwandeln sie die Ederberglandhalle zum fünften Mal in eine Teddyklinik.

Behandelt werden dort alle Krankheiten, an denen Kuscheltiere leiden können. Die Sprechzeit der „Teddydocs“ beginnt um 8 Uhr. Dann stehen die angehenden Mediziner der Marburger Philipps-Universität allen „Patienten“ mit Rat und Tat zur Verfügung, schauen genau in die Augen oder verbinden die Pfoten von Teddy.

Für den Vormittag haben sich zahlreiche Kindergärten aus der Region angekündigt. Nach einer Mittagspause von 12.30 Uhr bis 14 Uhr bekommen alle Patienten und deren „Eltern“ noch bis 16 Uhr Chefarztbehandlung. Ohne Anmeldung, aber in Begleitung Erwachsener, können Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren ihre kranken Kuscheltiere in der Ederberglandhalle untersuchen lassen. Offiziell eröffnet wird die Klinik für Kuscheltiere um 9 Uhr. Schirmherren sind Lions-Präsident Adam-Willi Finger, Bürgermeister Rüdiger Heß und der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes Rolf Bluttner.

Die Teddyklinik organisieren Studenten der Fachbereiche Medizin und Pharmazie der Marburger Philipps-Universität. Seit 2008 beteiligen sich auch Zahnmediziner an dem Projekt. Das Team besteht aus rund 40 Studierenden höheren Semesters. Alle Kuscheltierärzte haben Schulungen besucht, bei denen sie unter anderem von Psychologen auf die Arbeit in der Teddyklinik vorbereitet wurden. Ziel ist es, Kindern auf spielerische Art die Angst vor einem Arztbesuch zu nehmen. Dabei erleben die Kinder in der Rolle der Eltern ihrer Kuscheltiere, wie diese untersucht und behandelt werden.

Zuerst müssen die Kinder mit ihren Kuscheltieren an die Anmeldung kommen. Dort werden die Daten des Patienten und des Begleiters aufgenommen. Anschließend geht es in den Wartebereich - bis sie vom Teddydoc aufgerufen werden. Im Behandlungssal wird zunächst die Krankheitsgeschichte erfragt. Dann wird das Tier gewogen, Fieber und Blutdruck werden gemessen. Die Ärzte schauen in Augen, Ohren und Mund und untersuchen Teddy schließlich. Letzte Station in der Klinik ist der Besuch der Apotheke, wo Rezepte eingelöst werden. Weitere Informationen im Internet unter www.teddyklinik-marburg.de.(r)

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