Freilichtbühne Hallenberg startet mit dem „Dschungelbuch“ in die neue Spielsaison

Kinderstück hat Premiere

Proben für das Dschungelbuch: Ein karnevalistisch anmutendes Blasorchester (links) kommt als Elefantenherde zum Dschungelkind Mogli und dem Bären Balu. Foto: nh

Hallenberg. „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“: Dieses Lied wird am Sonntag, 3. Juni, auf der Freilichtbühne in Hallenberg erklingen, wenn „Das Dschungelbuch“ um Mogli und Balu Premiere feiert.

Inszeniert wird das sicher allen Kindern bekannte Stück von Dorothee Hollender, die im vergangenen Jahr mit „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ eine erfolgreiche Regiearbeit auf der Sauerländer Bühne abgeliefert hatte.

Rund 60 Laiendarsteller im Alter von drei Jahren aufwärts lassen auf der Naturbühne Dschungelatmosphäre entstehen. Affen, Elefanten, Geier und Wölfe bevölkern die Szenerie. Mogli hat viele Abenteuer zu bestehen. Er begegnet dem Tiger Shirkan, der listigen Schlage Kaa, dem hinterhältigen Schakal Tabaqui und dem Affenkönig King Lui.

Seine Freunde wachen über ihn: Balu der Bär, musikalisch und immer zu Späßen aufgelegt, und der fürsorgliche Panther Baghira. Eine Besonderheit der Inszenierung ist, dass die Urwaldtiere mit menschlichen Attributen versehen die kindliche Phantasiewelt verkörpern. So gibt es eine Elefantenherde als Blasorchester, Wölfe als Boxprofis und eine kickende Affenhorde samt Trainer. Natürlich werden auch die bekannten Lieder wie „Ich wär’ so gern wie du“ oder „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ nicht fehlen.

Stück für Erwachsene

An jugendliche und erwachsene Theaterfreunde richtet sich das Schauspiel „Les Misérables“ nach dem Roman von Victor Hugo (Premiere „am Sonntag, 17. Juni). Bei der Inszenierung dieses aktionsreichen Stücks mit vielen dramatischen Höhepunkten legte Regisseurin Birgit Simmler besonderen Wert auf die Ausarbeitung der einzelnen Charaktere. „Das ist es, was mich an diesem Stück so fasziniert“, erklärt sie. „Nahezu jede Figur gerät in extreme Konflikt- und Entscheidungssituationen.“

Auch die dramatischen Barrikadenkämpfe um den Pariser Juniaufstand von 1832, die einen der Höhepunkte bilden, werden spektakulär in Szene gesetzt. Für die Kampf- und Massenszenen hat Claus Großer, Professor für Bühnenfechten an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig, die Spieler trainiert.

Vor eine besondere Herausforderung stellte das Spielprogramm die Freilichtbühne Hallenberg in diesem Jahr. Pulverdampf und Affentanz: Wie holt man den Dschungel und das revolutionäre Paris des 19. Jahrhunderts zeitgleich auf eine Naturbühne? Die Lösung: Fünf große Treppen und Spielpodeste, welche die 90 Meter breite Naturbühne in Hallenberg nicht verbauen, sondern ihre Eigenart unterstreichen. Hier entwickeln sich die Spiel-Räume während der Aufführung. So kann der Affenkönig King Lui auf der zentralen Haupttreppe Hof halten, die bei „Les Misérables“ zum Schauplatz der erbitterten Barrikadenkämpfe zwischen Soldaten und revolutionären Studenten wird. (nh/off)

Quelle: HNA

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