Kindertagesstätte: Bis Herbst soll Anbau für neue Gruppe stehen

So soll der Anbau aussehen: Der Plan der Architekten Scheller und Pauli sieht für die Erweiterung der Kindertagesstätte Bromskirchen einen Rundbau vor. Foto: nh

Bromskirchen. Gute Nachrichten für junge Eltern in Bromskirchen: Ab Herbst können in der Kindertagesstätte zehn Kinder im Alter unter drei Jahren betreut werden. Bis dahin soll ein Anbau für die neue Gruppe stehen.

Die Ausschreibungen werden in Kürze veröffentlicht. Die Bauarbeiten sollen schon in den Sommerferien beginnen. „Wir wollen so schnell wie möglich loslegen“, sagt Bürgermeister Karl-Friedrich Frese.

Übergangserlaubnis

Derzeit hat die Kindertagesstätte eine Übergangserlaubnis, um fünf Kinder unter drei Jahren zu betreuen. Davon sind vier Plätze belegt. Aber es liegen zehn Anmeldungen aus Bromskirchen, Somplar, Neuludwigsdorf und dem Frankenberger Stadtteil Rengershausen vor. Selbst Anfragen aus Nordrhein-Westfalen gingen bei der Gemeinde ein. Sie müssten aber abgelehnt werden, sagte Frese.

Bisher gibt es in Bromskirchen keine Betreuungsgruppe für Kleinkinder. Seit etwa eineinhalb Jahren steige aber die Nachfrage. In immer mehr Familien müssten beide Eltern arbeiten. Sie seien auf eine Betreuung noch vor dem Kindergartenalter angewiesen, sagt Frese. Ab 2013 wird ein entsprechendes Angebot gesetzlich vorgeschrieben

Der Neubau wird auf einer Wiese neben der Kita gebaut. Das bisherige Außengelände bleibt unangetastet. Architektonisch wird sich der Neubau vom Hauptgebäude aus dem Jahr 1993 deutlich unterscheiden. Statt einem Haus mit Ecken und Türmchen hat der Frankenberger Architekt Jürgen Scheller ein „kleines, rundes Nest“ geplant.

Ein Gang mit Garderobe wird den etwa 200 Quadratmeter großen Rundbau mit dem Hauptgebäude verbinden. Neben dem 60 Quadratmeter großen Gruppenraum gibt es einen Schlafraum, eine Küchenzeile, WC und sogar einen Abstellraum für Kinderwagen. Außerdem erhält das Gebäude eine Terrasse.

Kosten: 400 000 Euro

Der Anbau soll etwa 400 000 Euro kosten. „Es darf günstiger werden“, sagt Bürgermeister Frese. Der Bund steuert 150 000 Euro bei. Der Erste Kreisbeigeordnete Peter Niederstraßer übergab am Mittwoch einen Bewilligungsbescheid an Frese. Auch beim Kreis selbst hat die Gemeinde einen Antrag auf Beihilfen gestellt. Über diesen muss der Kreisausschuss aber erst noch abstimmen, sagte Niederstraßer.

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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