Festgottesdienst und Gemeindefest zum 100-jährigen Kirchenjubiläum

Kirche prägt Dorf und seine Menschen

Der Ernsthäuser Kirchenchor unter Kreiskantorin Irene Tripp gestaltete den Festgottesdienst mit.Fotos: Frank Seumer

Burgwald-Ernsthausen - Mit einem Festgottesdienst und Gemeindefest haben die Ernsthäuser am Sonntag das 100-jährige Bestehen ihrer Kirche gefeiert. Drei Chöre ernteten Applaus.

„Wir singen vor Freude, das Fest beginnt“, erklang am Sonntag aus den Kehlen von 13 Mädchen. Der Kinderchor war von Kreiskantorin Irene Tripp eigens für das Ernsthäuser Kirchenjubiläum gegründet worden. Mit Bewegung und Klatschen verliehen die Kinder dem Festgottesdienst viel Lebendigkeit. BeateKötter begleitete am Klavier. Nach dem zweiten Lied „Guten Morgen, schöner Tag“ ernteten die Kinder in der Kirche viel Applaus.

Mit dem „Marsch aus Scorpio“ von Georg-Friedrich Händel hatte der Posaunenchor unter der Leitung von Marco Werchner den Festgottesdienst mit Pfarrer Ulrich Schnell eröffnet. Die Schriftlesungen übernahm Kornelia Linne. In ihrer Festpredigt hob Dekanin Petra Hegmann das prägende Element der Kirchen im Ortsbild hervor. Viele ehemalige Dorfbewohner fühlten sich lange der Kirche verbunden. 100 Jahre Kirche ständen auch für 100 Jahre Gemeindeleben. Sie rief die Gottesdienstbesucher aus Ernsthausen und der Umgebung dazu auf, weitere Menschen für Jesus zu gewinnen.

Der Ernsthäuser Kirchenchor trug die Lieder „Singet froh, wir haben Grund zu danken“ und „Wo Menschen sich vergessen“ vor, ebenfalls dirigiert von Irene Tripp. Einer der musikalischen Höhepunkte war das Ausgangslied des Posaunenchors „Highland Cathedral“. Die Gottesdienstbesucher spendeten anhaltenden Applaus.

Im Dorfgemeinschaftshaus hob Bürgermeister Lothar Koch anschließend die enge Zusammenarbeit von Kirche und politischer Gemeinde hervor. Mit dem Kindergarten und der Jugendarbeit habe die Kirchengemeinde viel Verantwortung in dem Burgwalder Ortsteil übernommen. Unter den Gästen waren auch der Präses der Kreissynode, Adam Daume, sowie die beiden ehemaligen Ernsthäuser Pfarrer Wolfgang Schulz, der 1963 und 1964 tätig war, sowie Joachim Teetz, der die Gemeinde von 1967 bis 1977 leitete.

Kirchturm als Lebensraum

Nach einem Mittagessen mit Gulaschsuppe, Erbseneintopf und Würstchen nahmen viele Ernsthäuser bei Turmführungen ihre 100-jährige Kirche genau unter die Lupe. Dirk Greis, Marco Werchner und Michael Kuckuck erläuterten das Gewölbe, die Glocken und das Turmstübchen. Die Ernsthäuser Kirche dient auch Schleiereulen als Brutplatz und wurde daher vom Naturschutzbund mit der Plakette „Lebensraum Kirchturm“ ausgezeichnet.

Kinderchor, Kirchenchor und Posaunenchor traten unter freiem Himmel auf. Kaffee und Kuchen standen bereit. Das Gemeindefest endete mit einer Andacht von Pfarrer Ulrich Schnell. Dirk Greis dankte dem Kirchenvorsteher Marco Werchner für die umfangreichen Vorbereitungen des Jubiläumsfestes.

Von Frank Seumer

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