Kirchenchor Ernsthausen verabschiedet sich nach 45 Jahren

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Ein Stück Tradition geht zu Ende: Nach 45 Jahren beendet der evangelische Kirchenchor Ernsthausen mit seiner Leiterin Irene Tripp (im Bild rechts) seinen Dienst in der Gemeinde.

Ernsthausen. Mit einem Kirchenmusikalischen Abend am Reformationstag in der Ernsthäuser Kirche geht für die evangelische Kirchengemeinde ein Stück Tradition zu Ende.

Nach 45 Jahren beendet der Kirchenchor Ernsthausen seinen Dienst. Auch seine Chorleiterin, die vor kurzem in den Ruhestand getretene Bezirkskantorin Irene Tripp, wird sich an diesem Abend von ihren Sängern verabschieden. Es war der junge, singfreudige Pfarrer Joachim Teetz, dem es im September 1968 gelang, eine große Gruppe junger Menschen in der Gemeinde Ernsthausen für die Chorarbeit zu mobilisieren, darunter auch die zuletzt von ihm konfirmierten Jugendlichen. Von nun an prägten die jungen Chorsänger neben den traditionsreichen Ernsthäuser Posaunenbläsern (gegründet 1882) tatkräftig das kirchenmusikalische Leben mit ihrem Singen im Gottesdienst, bei Bibelwochen, Seniorentreffen, Missionsfesten, Konzerten, Jubiläen und Ständchen im Dorf.

Die Prägung durch den Chorgründer und seit 2001 pensionierten Pfarrer Joachim Teetz, der am Reformationsfest auch bei der Andacht zur Chorverabschiedung mitwirken wird, wirkte sich nachhaltig auf Glauben und Gemeindeleben aus. „Wer uns beim Singen zugehört hat, konnte verstehen, was die Lieder uns zu sagen hatten: Sie waren Lobpreis und Freude, Trost und Zuspruch, kleine Predigten und Verkündigungen“, betont Irmgard Hirth. Nun seien jedoch die Sänger mit ihrer Chorleiterin an einer Grenze gekommen, die ein Ende unumgänglich mache, erklärte die Sprecherin. Der Kirchenmusikalische Abend beginnt am 31. Oktober um 18 Uhr. (zve)

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Quelle: HNA

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