Gesundheitliche Probleme des Fahrers - vier Autos zusammengeschoben

Teure Lastwagen-Irrfahrt nach Schwächeanfall

Kirchhain. Ein mit Süßigkeiten beladener Lastwagen ist am Samstagmorgen unkontrolliert durch die Kirchhainer Innenstadt (Kreis Marburg-Biedenkopf) gefahren. Es entstand erheblicher Sachschaden, verletzt wurde aber niemand, teilt die Polizei mit.

Ursache für den Unfall könnte ein Schwächeanfall des Fahrers gewesen sein. Der 39-Jährige aus dem Schwalm-Eder-Kreis fuhr gegen 7.15 Uhr mit seinem Sattenzug die Frankfurter Straße stadteinwärts. In Höhe des Einmündungsbereiches zur Kasseler Straße - in einer leichten Rechtskurve - fuhr der Mann einfach geradeaus über eine Verkehrsinsel und beschädigte ein Verkehrsschild.

Der Sattelzug mit Gießener Kennzeichen fuhr nun unkontrolliert weiter geradeaus in die Pestalozzistraße und schrammte auf der rechten Straßenseite die Hauswand einer Werkstatt und dann das Vordach des Anwesens. Dabei wurde die rechte Seite des Aufliegers im vorderen Bereich ein Stück weit aufgerissen.

Etwa 20 Meter weiter schob der Sattelzug, der Süßigkeiten geladen hatte, vier auf der rechten Seite geparkte Autos zusammen. Der Lkw rollte nun schräg von rechts nach links über die Fahrbahn und verfehlte nur knapp eine bereits geöffnete Bäckerei auf der linken Straßenseite. 15 Meter weiter endete die Fahrt des Sattelzuges im Vorgarten an dem Vordach eines Wohnhauses im Einmündungsbereich Pestalozzistraße/Erlenstraße. Das Vordach wurde beschädigt.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei lösten gesundheitliche Probleme des Fahrers, möglicherweise ein Schwächeanfall, den Unfall aus. Der Mann war wenige Minuten später bereits wieder ansprechbar. Ein Rettungswagen brachte ihn in eine Klinik in Marburg. Augenscheinlich zog er sich durch den Unfall keinen direkten Verletzungen zu. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 150.000 Euro. Es wurden keine weiteren Personen durch den Unfall in Mitleidenschaft gezogen.

Letztlich, so die Polizei, müsse man bei dem Ablauf immer noch von einem glücklichen Ende reden. Rechts von der Unfallstelle befindet sich eine Grundschule. An die möglichen Folgen an einem normalen Schultag möchte man nicht denken, heißt es in der Polizeipressemitteilung.

Quelle: HNA

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