Kleider und Spielzeuge aus zweiter Hand – Heute ist der letzte Öffnungstag

Reiche Beute: Die kleine Annika (im neuen Pullover) mit (von links) Martina Wiechens und Marion Biskoping. Foto: Schumann

Frankenberg. Kurz vor dem Mittagessen, um 11.30 Uhr: In dem kleinen Gebrauchtwaren-Laden, der „Kinder-Wünscheltruhe“, tummeln sich Kleinkinder, Elternpaare und Verkäuferinnen in engen Gängen zwischen Kleiderständern. „Am Montag, dem ersten Tag, hatten wir gleich einhundert Besucher“, sagt Martina Wiechens vom Kinderschutzbund Frankenberg, während sie sich durch Jackenreihen kämpft.

Die Wünscheltruhe ist mittlerweile zu einer kleinen Weihnachtstradition in Frankenberg geworden. Bereits im fünften Jahr öffnet sie nun zum Dezember-Beginn ihre Türen. Es werden gespendete Kleider und Spielzeuge verkauft. Das Besondere ist, dass die Kunden beim Kauf den Preis selbst bestimmen, was vor allem sozial schwachen Familien zu Gute kommen soll.

So erzählt Wiechens etwa die Geschichte eines syrischen Flüchtlings, der am Dienstag in das Geschäft gekommen sei und nach einem Kinderwagen gesucht habe. „Auf Englisch sagte er, dass er Vater zweier Kleinkinder sei und erst seit wenigen Wochen in Deutschland lebe.“ Die Verkäuferinnen konnten ihm helfen, sagt Wiechens – nicht nur mit einem Kinderwagen, sondern auch mit Wintersachen für die Kleinen.

Heute ist die Wünscheltruhe in der Frankenberger Innenstadt Auf der Nemphe 10 zum letzten Mal geöffnet. Die Öffnungszeiten sind von 9.30 bis 12 Uhr sowie 14.30 bis 17 Uhr. (jsm)

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Quelle: HNA

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