Alexander und Olga Bär brachten Hilfsgüter nach Moldawien – Kinderheim und Waisenhaus dankten

Kleidung, Rollis und Kuscheltiere

Dankbare Kinder: Das Foto entstand auf der Treppe des Heimes in Hincesti und zeigt Alexander Bär (in der Mitte winkend) zwischen den Kindern. In der Mitte rechts Tochter Olga Bär (mit Schal), eine Treppenstufe tiefer Direktorin Rodica Gospodinov. Fotos:  nh

Laisa/Battenberg. Mit einem privaten Hilfstransport haben Alexander und Olga Bär aus Laisa ein Heim für behinderte Kinder und ein Waisenhaus in Moldawien unterstützt. Vater und Tochter Bär gingen mit einem Ford Transit auf die 2200 Kilometer lange, abenteuerliche Reise.

Sieben Rollstühle, zehn Rollatoren, ein Pflegebett, Wechseldruckmatratzen und Gehhilfen hatte das Sanitätshaus Steinhardt aus Wetter zur Verfügung gestellt. Nach einem Aufruf an der Gesamtschule Battenberg waren auch zahlreiche Kartons und Säcke mit Kleidungsstücken zusammen gekommen. „Meine Frau Anna hat alles vorher gewaschen. Die Rollstühle und Rollatoren wurden intensiv gereinigt“, erzählt Alexander Bär, der in Laisa eine Autolackiererei betreibt. Nachbarin Petra Platt half tatkräftig beim Sortieren der Kleidungsstücke.

Mit einem bis unters Dach voll gepackten Transporter ging es auf die lange Reise. „Es war sehr anstrengend“, berichtet Olga Bär. Viele Straßen in Rumänien und Moldawien verdienten den Namen nicht.

30-stündige Reise

Doch nach 30-stündiger Reise kamen Alexander und Olga Bär zusammen mit Dolmetscher Sergej Kandriu schließlich doch in der Stadt Hincesti an. Dort gibt es ein Heim, in dem 62 behinderte Kinder und Jugendliche tagsüber betreut werden. Dieses Haus hatte sich Alexander Bär im Herbst bereits persönlich angesehen und mit der Direktorin Rodica Gospodinov gesprochen. „Wir konnten uns auf Russisch unterhalten“, sagt Olga Bär, die mit ihren Eltern in den 1990-er Jahren aus Kasachstan nach Deutschland gekommen war.

Ein Hilfstransport für bedürftige Kinder sei ein „Herzenswunsch“ ihres Vaters gewesen, erzählt Olga Bär. Denn ihr Vater habe ohne Eltern aufwachsen müssen.

Persönliche Kontakte halfen dabei, bürokratische Hindernisse aus dem Weg zu räumen. „So konnten wir auch Schuhe und Kuscheltiere mitnehmen“, sagt Alexander Bär.

In Hincesti war die Freude über die Spielsachen und Hilfsgüter groß. Die Jugendlichen bedankten sich mit einem farbigen Fingerabdruck und ihrem Namen auf einer Leinwand für die Hilfsgüter.

Weiterhin unterstützt hat die Familie Bär ein Waisenhaus in der Nachbarstadt Carpineni, in dem 192 Jungen und Mädchen ab drei Jahren untergebracht sind. „Die Armut dort ist so groß, dass viele Familien kein Geld für Kinderkleidung haben“, berichtet Olga Bär. Aus vielen Kinderschuhen hätten die Zehen herausgeschaut.

Auf dem Rückweg durch die Karpaten hatten Alexander und Olga Bär großes Glück mit dem Wetter. Sie kehrten ohne große Probleme zurück nach Laisa. Alexander Bär fühlt sich bestätigt: „Wenn du was Gutes machst für die Menschen, dann hast du einen Schutzengel“, sagt er und lacht. (off)

Quelle: HNA

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