Klimaschutzmanager Rainer Zollner im Interview

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Klimaschutzmanager: Rainer Zollner.

Oberes Edertal. Rainer Zollner ist seit Beginn dieses Jahres Klimaschutz-Manager für die Kommunen des oberen Edertals.

Im Gespräch mit HNA-Redakteur Thomas Hoffmeister nimmt der Bauingenieur Stellung zu Fragen des Klimaschutzes und zu seiner praktischen Tätigkeit.

Herr Zollner, was sind Ihre Aufgaben als Klimaschutz-Manager?

Zollner: Meine grundsätzliche Aufgabe besteht in der systematischen Umsetzung und Begleitung der Aktivitäten des beschlossenen integrierten Klimaschutzkonzepts der vier Kommunen Allendorf, Battenberg, Bromskirchen und Hatzfeld. Hierzu gehören Öffentlichkeitsarbeit, Sensibilisierung und Aufklärung bezüglich Klimaschutz und Energieeffizienz.

Für Bürger der vier Kommunen stelle ich als Klimaschutzmanager den Ansprechpartner in Bezug auf Information, Aufklärung und Beratung hinsichtlich Energieeinsparpotentialen, Gebäudesanierung und eventueller Fördermöglichkeiten dar.

Weiterhin nehme ich an Treffen der regionalen Klimaschutz- und Energieforen in Nordhessen teil, knüpfe Kontakte und baue ein Netzwerk auf mit dem Ziel, Erfahrungen und Ideen auszutauschen, zu diskutieren, und hierdurch gegenseitig zu profitieren.

Ein Ziel des Klimaschutzkonzeptes ist die Reduzierung des Treibhausgases Kohlendioxid. Gibt es klar formulierte Ziele mit zeitlichen Fristen?

Zollner: Ein klares Ja! Diese Ziele zu erreichen, stellt eine enorme Herausforderung dar, kann jedoch durchaus gelingen. Im Klimaschutzkonzept werden drei verschiedene Szenarien gegenüber gestellt. Diese werden mit „Trend“ (wenn alles weiter läuft wie bisher), „Aktivität“ (leichte Steigerung der Klimaschutz-Aktivitäten) und „Pionier“ (wenn alle Maßnahmen des Klimaschutzkonzeptes umgesetzt werden) bezeichnet.

Klar definiertes Ziel des Klimaschutzkonzeptes ist das Szenario „Pionier“. Hierbei wird im Bereich Strom und Wärme bis zum Jahr 2016 eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes um ca. 70 000 Tonnen pro Jahr und bis zum Jahr 2035 eine vollständige Versorgung der vier Kommunen aus den energetischen Potenzialen der Gemarkung erreicht.

Darüber hinaus kann bis 2050 sogar ein Überschuss von 7 GWh/a an Energie erzielt und in das Umland exportiert werden.

Das ausführliche Interview lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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