Kloster in Haina

Klosterkirche wieder geöffnet

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Der Kreuzgang im Kloster Haina: Er verbindet die Klosterkirche mit dem Kapitelsaal, der alten Schuhmacherei, dem Refektorium und dem Rosengarten. Archivfoto: Andrea Pauly

Haina (Kloster) - Die schwere Eichenholztür der Hainaer Klosterkirche öffnet sich wieder für Besucher. Ab heute können Interessierte sich die gotische Klosteranlage und das Tischbeinhaus wieder anschauen.

Das Kloster erwacht heute aus seinem Winterschlaf: Bis zum Oktober können Gäste die Anlage aus dem 12. Jahrhundert wieder besichtigen. Das frühgotische Kloster hat täglich, außer montags, von 11 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.

Gegründet wurde das Kloster 1144 von Benediktinern. Nur sechs Jahre später wurde es zu einem Zisterzienserkloster. Landgraf Philipp löste das Kloster dann im 16. Jahrhundert auf und richtete dort ein Landeshospital für arme und kranke Männer ein. Heute befindet sich innerhalb des Klosters neben der Kirchengemeinde die Vitos-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie.

Innerhalb der Mauern des gotischen Bauwerks finden sich auch Einflüsse aus anderen Epochen: Philipp Soldan, der seine Schaffenszeit während der Renaissance hatte, schuf etwa den „Philippstein“ in der Klosterkirche.

Es gibt auch öffentliche Führungen durch die Klosteranlage (Termine siehe Kasten). Neben der Besichtigung der Kirche werden bei den Führungen auch die historischen Innenräume gezeigt. Dabei lernen die Besucher auch einiges über das klösterliche Leben und über die Geschichte der frühgotischen Bauwerke.

Morgen öffnet auch wieder das Tischbeinhaus mit dem Klosterladen. Es hat Dienstag bis Freitag von 13 Uhr bis 17 Uhr geöffnet und samstags und sonntags von 11 Uhr bis 17 Uhr. Das Tischbeinhaus ist ein Fachwerkhaus an der äußeren Klostermauer. Dort wohnte im 18. Jahrhundert der Schreiner des Hospitals. Johann Heinrich Wilhelm Tischbein wurde in diesem Haus geboren. Viele weitere Künstler entstammen dieser Familie - an sie und ihre künstlerischen Werke wird im Tischbeinhaus erinnert. In diesem weiß gekalkten Fachwerkhaus befindet sich neben dem Künstler-Museum auch ein Klosterlädchen. Dort gibt es etwa handwerkliche Waren aus sozialen Einrichtungen im Angebot. Die Einnahmen kommen den Einrichtungen zu Gute.

Sonderführungen für Gruppen können jederzeit mit Wilhelm Helbig vereinbart werden, Telefon 06456/245.

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