Reiterabzeichen beim Reit,- Fahr-, Voltigier- und Pferdezuchtverein Ellersgrund

Können in Theorie und Praxis

Gemünden - Eine lehrreiche Ferienwoche ist zu Ende gegangen: Junge Reiter haben in Gemünden das Reitabzeichen in verschiedenen Klassen erlangt.

Richterin (FN) Anette Conrad aus Bad Zwesten lobte das Engagement und die Sachkenntnisse der Kinder und Junggebliebenen, die durch ihre Trainerin Nicole Stachowicz gut auf die Prüfungen vorbereitet worden waren: Es sei eine „ausgesprochen gelungene Vorstellung“ gewesen. Sie bedankte sich dafür, dass den Teilnehmerinnen die Pferde von den zahlreichen Besitzern zur Verfügung gestellt wurden. Das sei heute nicht mehr selbstverständlich.

Die Richterin lobte, dass die Pferde durch Durchlässigkeit und Gehorsam positiv aufgefallen seien: Sie hätten ihre Aufgabe mit den Kindern sehr gut gemacht. Der noch junge Reit,- Fahr-, Voltigier- und Pferdezuchtverein Ellersgrund Gemünden habe mit dieser Veranstaltung jungen Menschen die Gelegenheit gegeben, ihr Wissen und Können auch dem Publikum zu präsentieren.

Die jungen Reiter absolvierten Prüfungen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden: Beim Reitabzeichen (RA) 10, früher „Steckenpferdchen“, handelt es sich um eine Prüfung an der Longe in allen drei Gangarten sowie Bodenarbeit und Theorie auf der Stallgasse. Der jüngste Prüfling war fünf Jahre alt.

Beim RA 9, früher „Kleines Hufeisen“, prüfte die Richterin das Abteilungsreiten zu zweit in allen drei Gangarten sowie Bodenarbeit und Theorie und korrektes Reiten der Bahnfiguren.

Im RA 7 (früher „Großes Hufeisen“) standen Abteilungsreiten zu zweit in allen Gangarten, Traben ohne Bügel, eine Dressuraufgabe in Anlehnung an Klasse E, das Überwinden eines Hindernisparcours mit verschiedenen Bodenricks aus Trab und Galopp sowie Bodenarbeit und Theorie auf dem Programm.

Levin Kraus legte das RA 5 (früher Deutsches Reitabzeichen IV) ab. Er musste unter anderem eine Dressuraufgabe in Anlehnung an Klasse E absolvieren, ohne Bügel in allen Gangarten reiten, Bodenarbeit zeigen und theoretische Kenntnisse unter Beweis stellen.

Nicht nur turnierinteressierte Reiter stellten sich dem kritischen Auge der Richterin. Auch junge, erwachsene Freizeitreiter bewiesen, dass sie gesittet und diszipliniert durch eine solche Prüfung kommen.

Auch den Schülern hatte es Spaß gemacht: „Das Schlimmste an dem Lehrgang ist, dass er jetzt zu Ende ist“, sagte einer der Prüflinge. Für die Osterferien ist ein weiterer Lehrgang vorgesehen. Anmeldungen dafür, aber auch für den wöchentlich stattfindenden Reitunterricht nimmt Nicole Stachowicz unter Telefon 0162/7274070 entgegen.

Der Verein richtet außerdem eine Nikolausfeier am 6. Dezember aus. (r)

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