Kommentar zur Bürgermeister-Wahl in Gemünden: Gleims Erfolg war zu erwarten

+
HNA-Redakteur Philipp Daum

Gemünden. Amtsinhaber Frank Gleim (unabhängig) hat die Bürgermeister-Wahl in Gemünden mit einem beeindruckenden Ergebnis von 72,9 Prozent gegen CDU-Herausforderer Rainer Hesse gewonnen. Hesse kam auf 27,1 Prozent. Gleims Sieg war abzusehen, das meint HNA-Redakteur Philipp Daum.

Er hat es geschafft: Frank Gleim bleibt Bürgermeister in Gemünden. Die Wähler schenkten ihm ein noch besseres Ergebnis als vor sechs Jahren bei seiner Stichwahl gegen Matthias Lückel.

Die Wiederwahl des Amtsinhabers war abzusehen. Zum einen hatte man in den letzten Tagen des Wahlkampfs gemerkt, dass Gleim immer souveräner wurde, wenn es darum ging, eigene Erfolge in den Mittelpunkt zu stellen.

Ein weiterer Grund für Gleims Sieg ist sicher die Tatsache, dass es auswärtige Bürgermeister-Kandidaten wie Rainer Hesse in der Regel dann leichter haben, wenn in der Kommune, in der sie Bürgermeister werden wollen, schwere Fehler gemacht wurden. Das war in Gemünden nicht der Fall.

Zwar hat sich Gleim bei einigen Themen wie dem Bagger-Kauf des Bauhofs oder der Informationsvermittlung in Sachen Kostenentwicklung beim Neubau der Kläranlage nicht immer korrekt gegenüber der Opposition verhalten. Doch insgesamt – das zeigt das Wahlergebnis – scheinen die Bürger mit seiner Arbeit zufrieden zu sein.

Schreiben Sie eine Email an den Autor: dau@hna.de

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare