Wasser wird knapper

Kommunen im oberen Edertal müssen Wasser sparen

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Viel trinken ist an heißen Tagen wichtig. Damit genug Wasser für jeden Bürger da ist, dürfen die Einwohner von Hatzfeld und Battenberg ihre Blumen nicht mehr mit Trinkwasser gießen.Foto: thr

Frankenberg / Oberes Edertal - An heißen Tagen ist viel Trinken besonders wichtig. Damit in Battenberg und Hatzfeld genug Wasser für alle Bürger zur Verfügung steht, dürfen Blumen nicht mehr mit Trinkwasser gegossen werden.

Damit das Wasser im Hatzfelder Stadtgebiet, ebenso wie in Battenberg, Dodenau und Laisa nicht knapp wird, dürfen die Bewohner während der heißen Tage das Wasser aus den öffentlichen Trinkwasserleitungen nur noch im Haushalt verwenden - beispielsweise zum Waschen, Kochen und Duschen.

Damit das Trinkwasser nicht knapp wird, ist es verboten, damit Blumen zu gießen, Gärten zu bewässern oder das Auto zu waschen. Auch Springbrunnen, Fischteiche und Wasserbecken dürfen während der Trockenperiode nicht betrieben werden. In Battenberg hängt der Aufruf zum Wassersparen damit zusammen, dass der alte Hochbehälter derzeit saniert wird.

In Frankenberg hingegen gibt es laut dem Geschäftsführer der Energie-Gesellschaft Frankenberg, Karl-Heinz Schleiter, genug Wasser. Die Versorgung sei in Deutschland auch bei großer Hitze weiter gesichert, ebenso bleibe die Qualität unverändert. „Die Wasserversorger haben genug Wasser in ausgezeichneter Qualität zur Verfügung, sie sind für solche Trockenzeiten gut gerüstet“, sagte Schleiter.

Reichliches Angebot

Deutschland habe mit einem jährlichen, erneuerbaren Wasservorrat von 188 Milliarden Kubikmeter Wasser ein reichliches Angebot, das nur zu einem Bruchteil genutzt werde: Die deutschen Wasserversorger fördern knapp 5,1 Milliarden Kubikmeter Wasser jährlich. Die Bürger gebrauchen beim täglichen Haushaltswassergebrauch mit durchschnittlich 121 Litern pro Einwohner und Tag weniger Wasser als die Bürger in anderen europäischen Ländern. Die Wasserentnahme aller Wassernutzer in Deutschland beträgt 32,3 Milliarden Kubikmeter.

Übertriebenes Wassersparen ist laut Schleiter auch in den Sommermonaten nicht angebracht und aus gesundheitlicher Sicht nicht zu empfehlen: „Bei heißeren Temperaturen ist regelmäßiges Trinken wichtig, Experten raten zu rund 2,5 Litern Trinkwasser pro Tag. Aufgrund unserer reichlichen Trinkwasserreserven muss niemand ein schlechtes Gewissen haben, wenn er in den Sommermonaten mehr Wasser nutzt.“(r)

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