Kräutermarkt lockt am heißesten Tag des Jahres 1500 Besucher nach Wiesenfeld

Kräuter, Kunsthandwerk und viel Sonne

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Burgwald-Wiesenfeld - Mit 1200 Würstchen, 600 Flammkuchen, 200 Kilo Pommes, 100 Kilo Calamares, unzählige Kuchen und 200 Kisten Getränke mit der Option auf Nachlieferung bei Bedarf waren die Wiesenfelder gerüstet für den Ansturm der Besucher zum Kräutermarkt.

Das ganze Dorf war auf den Beinen, um den achten Kräutermarkt zu einem Erfolg werden zu lassen. Auftakt war ein Familiengottesdienst in der Kirche. Das Gotteshaus war auch in den nächsten Stunden gut besucht - zahlreiche Gäste fanden sich dort ein, um den Kräuterteppich zu bewundern, den Konzerten zu lauschen, die Kartoffel-Ausstellung zu betrachten und gleichzeitig die kühleren Temperaturen darin zu genießen.

Alle drei Jahre laden die Wiesenfelder Vereine und der Arbeitskreis für dörfliche Kultur gemeinsam zu diesem Markt ein. Mit 1500 Interessierten fanden gestern allerdings nur etwa halb so viele den Weg ins Burgwalddorf wie vor drei Jahren - was die Organisatoren aufgrund der heißen Temperaturen und der anderen großen Feste in der Umgebung nicht verwunderte.

Von wenig Resonanz konnte dennoch keine Rede sein: Schon zur Eröffnung am Vormittag schlenderten zahlreiche Besucher zu den Ständen, lauschten den Vorträgen der Burgwalder Bläsergruppe und den Grußworten der Ehrengäste.

Auf dem Platz an der Kirche hatten etwa 30 Aussteller ihre Waren aufgebaut. Alle hatten eines gemeinsam: Ihre Angebote waren von hoher Qualität und entweder handgemacht oder natürlich. Das Repertoire reichte von Säften und Marmeladen über bedruckte Kissen, Bilder, Leinenstickereien und Flechtarbeiten bis hin zu Kräutersalzen, Blumenkränzen, Stricksocken, Töpferarbeiten und mehr. Gleich mehrere Stände waren mit Garten- und Küchenkräutern und anderen Pflanzen bestückt, die auf große Resonanz stießen.

Auch die Kinder aus Wiesenfeld waren beim Markt vertreten: Sie hatten gebastelt und gewerkelt und verkauften Blumentöpfe, Schnitzereien und andere Handarbeiten, um Geld für eine Skaterrampe zu sammeln.

Abgerundet wurde das Angebot mit einer Bilderausstellung und den Informationen zur Geschichte des Hugenottendorfes im „Scherbenkeller“. Während viele Besucher sich ein Plätzchen im Schatten suchten, um auszuruhen, erbrachten die Helfer der Vereine Höchstleistungen. Bei Temperaturen weit über 30 Grad wiesen sie Autos zum Parken ein, verkauften Eintrittskarten und Kuchen oder bereiteten Essen über Fritteusen, glühenden Holzkohlen oder im Backhaus zu. Nach dem Markt zeigten sich die Organisatoren zufrieden: „Es ist alles perfekt gelaufen“, freute sich Arno Vogt vom Wiesenfelder Ortsbeirat.

Bereits am Samstag hatten die Helfer aus den Vereinen die Stände für den Essens- und Bonverkauf aufgebaut, den Kräutermarkt vorbereitet und sich mit einem Dämmerschoppen auf das Fest eingestimmt.

Von Andrea Pauly

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