Frankenberg:

„Krankenhaus mit Herz“ feiert 60. Geburtstag

- Frankenberg. Ärztlicher Direktor Schmid und Geschäftsführer Jostes haben mit aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern, Kommunalpolitikern und Gästen das 60-jährige Bestehen des Kreiskrankenhauses gefeiert.

Rund 350 Gäste nahmen an dem Festakt in der Ederberglandhalle teil, bei dem die Redner vor allem auf die Zeit der Klinik-Eröffnung im Jahr 1951 zurückblickten. Die Mitarbeiter freuten sich jedoch weniger über den Rück- als über den Ausblick von Landrat Reinhard Kubat, der Vorsitzender des Aufsichtsrats der kommunalen Einrichtung ist: „Nach den Turbulenzen der vergangenen Jahre ist das Kreiskrankenhaus nun so gut aufgestellt, dass wir auch die Rückkehr in den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes planen können.“ Ein exaktes Zeitfenster könne noch nicht genannt werden, es werde aber daran gearbeitet, „damit diejenigen, die durch ihren Einsatz dazu beigetragen haben, das Krankenhaus wieder auf eine solide Basis zu stellen, an diesem Erfolg beteiligt werden“. Kubat versprach den Angestellten: „Ich versichere Ihnen, es wird so kommen.“ Ähnlich optimistisch äußerte sich Uwe Patzer, der Vorsitzende des Betriebsrats. Er mahnte die Verantwortlichen, bei der Prioritätensetzung die Beschäftigten nicht zu vergessen. „Es zeichnet sich ein zufriedenstellendes Ergebnis ab“, verwies er auf die Tarifverhandlungen und prognostizierte, dass die Service-GmbH nach sechs Jahren schon bald der Vergangenheit angehören könnte. Einig waren sich Landrat und Betriebsratsvorsitzender, dass die kommunale Trägerschaft für die Einrichtung „optimal“ sei. Kubat verwies auf die Zeiten, als das Kreiskrankenhaus „finanzielle Probleme“ hatte und ein Verkauf diskutiert wurde. Vor allem dem Personal seien große Opfer abverlangt worden. „Das habe ich als besonders schlimm empfunden, denn es sind die arbeitenden Menschen, die die Qualität und den Ruf einer Einrichtung ausmachen.“ Auch für die Zukunft sei es wichtig, dass es zu keiner Schieflage im Spannungsfeld der ökonomischen Zwänge und des humanitären Auftrags komme.Aus der Frankenberger Zeitung vom 25. Oktober 1951 zitierte Ärztlicher Direktor Dr. Harald Schmid. Der Herzspezialist spannte einen Bogen über 60 Jahre, bezeichnete den Einsatz des damaligen Landrats Stapenhorst für den Bau eines Krankenhauses als einen Geniestreich und skizzierte die baulichen und medizinischen Veränderungen. Auch wenn Patienten heute Kunden und Ärzte Leistungserbringer hießen, so habe sich vor allem eines nicht geändert: „Ein Krankenhaus mit Herz“.

Mehr in der FZ-Zeitungsausgabe vom 12. November.

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