Krankheiten zwingen häufig zur Frührente

Waldeck-Frankenberg. Die Zahl der Frührentner ist bundesweit angestiegen. Und auch die Zahl derjenigen, die wegen Krankheit oder Behinderung vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden oder nur noch eingeschränkt arbeiten können, nimmt zu.

Auch im Regierungsbezirk Kassel zeigt sich dieser Trend. Dort erhielten nach Zahlen der Deutschen Rentenversicherung 25 300 Menschen im Jahr 2010 Frührentenzahlungen. Dabei machen die Renten wegen voller Erwerbsminderung 96 Prozent aller Fälle aus. Mittlerweile ist jede zweite Frühverrentung psychisch bedingt. Die Zahl der Renten wegen teilweiser oder voll verminderter Erwerbsfähigkeit ist im Regierungsbezirk kontinuierlich gestiegen: Im Jahr 2007 waren es noch 24 500. Im Vergleich zu allen sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern im Regierungsbezirk (412 000) sind das fast sechs Prozent.

Es gibt vor allem immer mehr Fälle, in denen Arbeitnehmer wegen psychischer Erkrankungen nicht mehr arbeiten können. Ihre Zahl ist nach Angaben der Techniker Krankenkasse in Hessen zwischen 2008 und 2010 um 38 Prozent gestiegen. Im vergangenen Jahr waren es 5800 neue Fälle. Viele Arbeitnehmer, die vorzeitig aus dem Arbeitsleben ausscheiden, haben eine längere Krankengeschichte. Nach einer DAK-Studie lag der Krankenstand in Hessen 2010 bei 3,5 %. Am häufigsten sind es Muskel- und Skelett-Erkrankungen (22 %), die zu Ausfällen führen. Gefolgt von Erkrankungen des Atmungssystems (17 %) und psychischen Erkrankungen (11,5 %).

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Quelle: HNA

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