Für herzkranke Patienten

Kreiskrankenhaus bietet neuartige Defibrillatoren an

Dr. Elisabeth Pryss vom Kreiskrankenhaus Frankenberg: Sie bietet erstmals eine neuartige Therapie an, bei der Defibrillatoren unter die Haut und nicht wie bisher in das Herz selbst implantiert werden. Foto:  nh

Frankenberg. Herzkreislauferkrankungen sind in Deutschland die häufigste Todesursache. Um dem entgegenzuwirken, werden bei schwer herzkranken Patienten oftmals Defibrillatoren (ICD) eingesetzt. Diese bringen das Herz bei gefährlichen Herzrhythmusstörungen wieder in den richtigen Takt.

Die Kardiologin Dr. Elisabeth Pryss im Kreiskrankenhaus Frankenberg bietet nun erstmals eine neuartige Therapie an, bei der die Geräte direkt unter die Haut – und nicht mehr wie bisher in das Herz selbst – implantiert werden. Dies verringert Komplikationen und ist wesentlich schonender.

Die Behandlungsmethode mit dem sogenannten subkutanen – also unter der Haut liegenden – implantierbaren Defibrillator (ICD) hat sich in den vergangenen Jahren als effektive Therapie für Menschen mit Herzrhythmusstörungen erwiesen. Sie wurde erstmals 2008 in Neuseeland angewendet. In Deutschland erfolgte die erste Implantation im Jahr 2010.

„Die herkömmlichen, seit 1982 etablierten Systeme wurden bisher durch die Gefäße bis zum Herzen vorgebracht und dort verankert. Die neuen Defis liegen unter der Hautoberfläche auf dem Brustkorb auf und lassen daher Herzgefäße unberührt und intakt“, erläutert Chefärztin Dr. Elisabeth Pryss die Vorteile der Therapie. Der Effekt sei jedoch der gleiche: Das Gerät sendet – wie die herkömmlichen Defibrillatoren auch – einen elektrischen Impuls an das Herz, wenn dieses eine gefährlich hohe Frequenz oder Kammerflimmern aufweist.

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Quelle: HNA

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