Kreiskrankenhaus Frankenberg

Förderverein spendete 140.000 Euro für Kernspintomographen

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Gut ausgerüstet durch Spenden: Hier stehen (von links) Dr. Harald Schmid (Vorsitzender des Fördervereins), Geschäftsführer Christian Jostes und Heinrich Mengel (Kassierer des Fördervereins) am CT – bald wird es auch einen Kernspintomographen geben.

Frankenberg. Als ehemaliger Betriebsleiter des Kreiskrankenhauses Frankenberg kann Heinrich Mengel gut nachvollziehen, wie Geschäftsführer Christian Jostes regelmäßig um finanzielle Mittel für das Krankenhaus ringt.

„Es hat sich nichts geändert, Geld war schon immer knapp“, sagt Mengel, der inzwischen Kassierer beim Förderverein des Krankenhauses ist. Der Förderverein spendete dem Kreiskrankenhaus jetzt 140.000 Euro für die Einrichtung eines Kernspintomographen.

„Ich bin extrem dankbar“, sagt Jostes über die Arbeit des Fördervereins. Wichtig sei ihm auch, dass die Spender wissen, dass ihr Geld einem konkreten Zweck dient: „Viele haben eine Kernspintomographie schon am eigenen Leib erfahren, das ist nichts nebulöses.“

Ein Kernspinthomograph hat ein Gewicht von drei bis vier Tonnen. „Das hält keine Zimmerdecke aus“, erklärt Dr. Harald Schmid, Vorsitzender des Fördervereins. Da er auf das Fundament gesetzt werden muss, muss vor der Anschaffung des Gerätes die Endoskopie in den Altbau des Kreiskrankenhauses umziehen.

„Der Kernspintomograph wird dann nach dem Umbau aufgestellt und Mitte des Jahres in Betrieb genommen“, sagt Schmid. „Das ist eine ganz neue Dimension.“ Denn bisher gab es keinen Kernspintomographen in Frankenberg. Patienten mussten zum MRT nach Bad Zwesten zum Radiologischen Institut fahren.

Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf 1,2 Millionen Euro. Eine Summe, die das Krankenhaus alleine nicht hätte aufbringen können. „Wir haben seit einigen Jahren schon darüber diskutiert, aber jedes Jahr ist der Bedarf an Investitionen für das Krankenhaus deutlich höher als unsere Mittel“, sagt Jostes. „Ohne den Förderverein würde das noch nicht auf der Tagesordnung stehen.“

Von Nora Sonnabend

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Quelle: HNA

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