Kooperation in der Geschäftsführung mit Winterberger Hospital im Blick

Kreiskrankenhaus: Geschäftsführer Segschneider soll bis 2012 bleiben

Das Kreiskrankenhaus in Frankenberg.

Frankenberg. Landrat Dr. Reinhard Kubat ist am Dienstagabend deutlich Gerüchten entgegen getreten, nach denen sich das Frankenberger Krankenhaus vorzeitig von seinem Geschäftsführer Hans-Dieter Segschneider trennen wolle.

„Wir sehen keine Veranlassung dazu, uns von Segschneider zu trennen“, sagte Kubat im Anschluss an eine Sondersitzung des Kreisausschusses gegenüber der HNA. Dabei erinnerte er daran, dass Segschneider in den vergangenen Jahren „wesentlich zur Konsolidierung des Kreiskrankenhauses“ beigetragen habe. Als Landrat ist Kubat auch Vorsitzender des Verwaltungsrates der Frankenberger Klinik. „Das Krankenhaus schreibt schwarze Zahlen“, sagte Kubat. Das sei der Verdienst des jetzigen Geschäftsführers. Deshalb habe sich der Kreisausschuss in seiner Sitzung am Dienstag auch „in voller Breite“ hinter Segschneider gestellt. Wie Kubat erläuterte sei es vielmehr Fakt, dass Segschneider seinen Vertrag auf eigenen Wunsch aus „persönlichen und gesundheitlichen Gründen“ zum 31. März 2012 verkürzt habe.

Diesem Wunsch des Geschäftsführers, den er schon in diesem Frühjahr signalisiert habe, sei vom Kreisausschuss entsprochen worden. Ursprünglich wäre Segschneiders Vertrag bis zum 31. März 2013 gelaufen. Auf der Suche nach einem Nachfolger habe Segschneider bereits selbst Kontakte in Richtung Christian Jostes geknüpft. Jostes ist derzeit Geschäftsführer des St. Franziskus-Hospitals in Winterberg.

„Wir haben inzwischen mehrere vertrauliche Gespräche mit Jostes geführt“, berichtete Kubat. In der vergangenen Woche sei deshalb im Verwaltungsrat beschlossen worden, dass man sich grundsätzlich auch eine gemeinsame Geschäftsführung zwischen beiden Krankenhäusern in Frankenberg und Winterberg vorstellen könne. Näheres müssten noch auszuhandelnde Vertragswerke regeln. Dabei machte er deutlich, dass im Kreisausschuss weder über eine Fusion noch über eine Holding mit einem anderen Krankenhaus gesprochen worden sei.

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Quelle: HNA

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