Kreiskrankenhaus: Pläne für Geriatrie mit Korbach gescheitert

In Frankenberg im Grünen gelegen: Blick auf das Kreiskrankenhaus. Es hat rund 220 Betten und mehr als 500 Mitarbeiter. Jedes Jahr werden hier 8800 stationäre und 20 000 ambulante Patienten behandelt. Es gibt rund 450 Geburten pro Jahr. Foto: nh

Waldeck-Frankenberg. Das Kreiskrankenhaus Frankenberg wird keine Geriatrie-Station (Altersmedizin) gemeinsam mit dem Korbacher Stadtkrankenhaus einrichten.

Die Verhandlungen seien gescheitert, erklärte Landrat Dr. Reinhart Kubat auf Anfrage seines Herausforderers bei der Landratswahl, Karl-Friedrich Frese (CDU), am Montag im Kreistag.

Man habe sich nicht über die Abrechnungsmodalitäten der Dienstleistungen einigen können, die von Korbacher Seite erbracht wurden sollten, so Kubat gestern. Bisherige Kooperationen beider Krankenhäuser sollen aber bestehen bleiben. Die Geriatrie gilt als ein Baustein zur finanziellen Gesundung der Klinik. Man wolle sie nun schnellstmöglich mit einem anderen Partner umsetzen. Dies sei mit dem hessischen Sozialministerium abgestimmt.

Das Ende der Verhandlungen war für viele Kreistagsmitglieder offensichtlich neu. Ebenso Einschnitte beim Reinigungspersonal des Kreiskrankenhauses: Ob sich durch die „Entlassung der Reinigungskräfte zum Jahresende 2014“ schon Einsparungen ergeben hätten - und wie viele Mitarbeiter von der Maßnahme betroffen sind, brachte Heinrich Heidel (FDP) den Ball ins Rollen. Durch Wechsel des Reinigungsdienstleisters und die personellen Maßnahmen könne man 2015 rund 100.000 Euro sparen, 2016 rund 20.000 bis 30.000 Euro, erklärte der Landrat. Betroffen seien von „der Umstellungsmaßnahme“ 14 Personen. „Dieser Schritt tat mir persönlich sehr leid.“

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Quelle: HNA

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