Kreistag: Schwarz-Rot oder Rot-Grün plus Freie Wähler

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Im wahrsten Sinne tonnenweise kamen die Stimmzettel nach der Kommunalwahl auf den Tisch. Auf unserem Bild schüttet Guido Thoma in Bad Arolsen eine Wahlrne aus. Ein Endergebnis der Kreistagswahl lag bis Montagabend für Waldeck-Frankenberg noch nicht vor.

Waldeck-Frankenberg. Das Endergebnis der Kreistagswahl ließ am Montag weiter auf sich warten. Die Parteispitzen in Waldeck-Frankenberg geben sich deshalb zurückhaltend, doch im Hintergrund laufen unweigerlich Szenarien, welche Bündnisse künftig die Politik in Waldeck-Frankenberg bestimmen.

Sicher scheint, dass SPD und Grüne im Korbacher Kreishaus keine Mehrheit mehr erreichen. Eine große Koalition aus SPD und CDU wäre demnach möglich, aber auch ein Bündnis aus SPD, Grünen und Freien Wählern. SPD-Kreischef Dr. Christoph Weltecke winkt bei diesen Gedankenspielen aber vorerst ab: „Wir müssen das Endergebnis abwarten.“ Noch am Montagabend traf sich die SPD-Spitze zur ersten Analyse. Gespräche mit anderen Parteien sollen folgen. „Es geht um eine stabile Mehrheit für die nächste Legislaturperiode“, betont CDU-Chef Armin Schwarz – und zeigt sich offen. Noch am Abend wollte die Union eine Verhandlungskommission berufen. „Sehr zufrieden“, ist Uwe Steuber, Chef der Freien Wähler, mit dem ersten Wahltrend und hofft, dass die FW bei der Endauszählung noch zulegen. 

Eine große Koalition sei nicht der Wählerwunsch, verweist Steuber auf Verluste bei SPD und CDU. Grundsätzlich seien die Freien Wähler indes für Gespräche bereit, „außer mit der AfD und den Linken“. FDP-Chef Dieter Schütz erwartet wie die FW, beim Endergebnis für seine Partei noch Punkte gutzumachen. Überlegungen zu möglichen Bündnisse im Kreistag will er zuvor nicht anstellen. Trotz der Verluste gibt sich auch Grünen-Parteichef Jens Deutschendorf ruhig: Die Grünen hätten im Bündnis mit der SPD „Politik mitgestaltet und vieles für den Landkreis erreicht“. Die Spitzen der Ökopartei wollen sich am Dienstag zusammensetzen und zunächst vor allem mit der SPD die Lage sondieren.

 

Quelle: HNA

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