Haina: Lichterprozession im Kloster

Kreuzgang und Kirche im Kerzenschein

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- Haina (Kloster) (pk). Mit einer Lichterprozession durch das Kloster Haina haben mehr als hundert Menschen an die Heiligen Drei Könige erinnert. Mit Musik und Gesang zog die Kirchengemeinde durch die nur von Kerzen erhellte Klosteranlage.

Mit Kerzen haben die zahlreichen Gläubigen am Freitagabend – dem kirchlichen Festtag zu Ehren der Heiligen Drei Könige – die Dunkelheit im Hainaer Kloster mit Kerzen erhellt. Laut war es noch durch die vielen Gespräche, als sich die Teilnehmer der Prozession im Gang hinter der alten Pforte sammelten, ihre Kerzen entzündeten und warteten. Doch mit dem Beginn des Lichterzuges durch die Klosterkirche und den Kreuzgang bis hin zum Refektorium verstummten die Menschen im Kerzenschein der ansonsten im Dunkeln liegenden Klosteranlage.

„Glaube heißt, auf dem Weg sein“, begrüßte Pfarrer Dr. Jörg Mosig die Teilnehmer der Prozession hinter der alten Pforte. „Deswegen gehen wir heute symbolisch den Weg durch die Klosteranlage.“ Gemeinde singt mit Feierlich umrahmt wurde der Glaubensweg durch die historische Anlage vom Männergesangverein Halgehausen, den Kirchenchören aus Haina und Löhlbach, dem Dodenhäuser Posaunenchor, der Organistin Renate Sälzer und der Alt-Stimme von Martina Sutter.

Auch die Kirchengemeinde war immer wieder zum Singen angehalten – und so stimmten die Besucher Weihnachtslieder an, um damit die dunkle und kalte Klosterkirche und das gemütlich-warme Refektorium nicht nur mit warmem Kerzenschein, sondern auch mit Musik und Gesang zu erfüllen. Der Lichterprozession voran schritten die Hainaer Konfirmanden. Sie trugen die Osterkerze, den Weihnachtsstern und Puppen, die Kaspar, Melchior und Balthasar darstellten. Ihnen folgte die Glaubensgemeinschaft bis ins Refektorium. Dort hielt Dekanin Petra Hegmann die Festpredigt.

Doch zuvor hörten die Prozessionsteilnehmer an verschiedenen Stationen im Kloster Ausschnitte aus der Legende vom vierten König. König irrt durch die Welt Mosig erzählte, wie ein vierter König mit Namen Coredan aus dem Morgenland aufgebrochen sei, um dem Stern zu folgen. Drei wertvolle rote Edelsteine hatte er als Geschenk für das Jesuskind dabei. Allerdings irrte er bis ins hohe Alter durch die Welt, verschenkte seine Edelsteine an Notleidende und landete schließlich als Sklave in Ketten. Irgendwann fand er Jesus – sterbend ans Kreuz genagelt.

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