Kriegerdenkmal in Allendorf-Eder wieder freigelegt

Zeigt ein Bild des freigelegten Kriegerdenkmals am Homberg: Der Vorsitzende der Kyffhäuser-Kameradschaft Allendorf-Eder, Gerhard Bring. Foto: Hoffmeister

Allendorf-Eder. Freiwillige Helfer der Allendorfer Kyffhäuser-Kameradschaft haben ein Kriegerdenkmal wieder freigelegt, das über Jahrzehnte zugewuchert war.

An 41 Opfer des Ersten Weltkrieges erinnert ein Kriegerdenkmal im Wald am Homberg, oberhalb der Gemeinde Allendorf in Richtung Bromskirchen gelegen. Das Denkmal war jedoch völlig zugewuchert und teilweise mit Erde bedeckt. Unter der Regie ihres Vorsitzenden Gerhard Bring haben Mitglieder der Kyffhäuser-Kameradschaft das Denkmal freigeschnitten. Unter tatkräftiger Mithilfe der Allendorfer Feuerwehr wurden auch eine Kugel und ein Kreuz oben auf dem Denkmal erneuert. Zum Jubiläum „50 Jahre Fahnenweihe“ der Allendorfer Kyffhäuser-Kameradschaft wird das Ehrenmal nun am Wochenende wieder eingeweiht.

„Die Gemeinde Allendorf hat uns mit schwerem Gerät unterstützt. Bedanken möchten wir uns auch bei der Firma Viessmann, die eine Kopie der Gedenktafel erstellt“, sagt Gerhard Bring. Die eigentliche Arbeit haben jedoch rund zehn Mitglieder der Kyffhäuser-Kameradschaft ehrenamtlich an sechs Samstagen erledigt: Das Waldstück wurde freigeschnitten, das Denkmal wieder freigelegt, eine Treppenanlage begehbar gemacht.

Seit mehreren Jahren schon war es der Wunsch von Gerhard Bring, das versteckt gelegene Kriegerdenkmal wieder in einen würdigen Zustand zu versetzen. Die Gedenkstätte für die rund 100 gefallenen und vermissten Opfer des Zweiten Weltkrieges befindet sich seit 1965 auf dem Friedhof.

Die Allendorfer Kyffhäuser-Kameradschaft wurde 1919 als Kriegerverein gegründet und nach dem Zweiten Weltkrieg aufgelöst. Die Wiedergründung erfolgte im März 1964. Eine neu angeschaffte Fahne wurde mit einem Heimatfest eingeweiht, das vom 12. bis 14. Juni 1965 gefeiert wurde.

„Der Verein diente früher zur Kameradschaftspflege und kümmerte sich um Hinterbliebene. Heute ist es unsere Hauptaufgabe, Soldatengräber und Mahnmale zu pflegen“, sagt Gerhard Bring. Mit aktuelle 95 Mitgliedern ist die Allendorfer Kyffhäuser-Kameradschaft nach seinen Worten die mitgliederstärkste im Kreis.

Empfang am Samstag, Gottesdienst am Sonntag

Die Allendorfer Kyffhäuser bauen ein Zelt in der Riedeselstraße auf. Dort gibt es am Samstag, 13. Juni, ab 14 Uhr einen Empfang. Mit Fahrzeugen werden die Gäste dann zum Kriegerdenkmal am Homberg gebracht, wo gegen 15 Uhr ein Kranz niederlegt wird. Zur Erinnerung an die Fahnenweihe vor 50 Jahren findet am Sonntag, 14. Juni, um 10.30 Uhr ein Gottesdienst in der evangelischen Kirche statt. Der Gesangverein wird auftreten. Es folgt ein kleiner Empfang im Festzelt. (off)

Quelle: HNA

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