Kümmel wird neue Leiterin des Museums im Kloster Frankenberg

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Wechsel an der Spitze: Nach zehnjähriger Tätigkeit als Leiter des Museums im Kloster Frankenberg hat Pfarrer i. R. Heiner Wittekind am Wochenende den Schlüssel symbolisch an Dr. Birgit Kümmel weitergegeben.

Frankenberg. Nach zehn Jahren als Leiter des Museums im Kloster Frankenberg hat Pfarrer i. R. Heiner Wittekind am Wochenende den Schlüssel symbolisch an Dr. Birgit Kümmel weitergegeben.

„Mit Heiner Wittekindt geht in der Geschichte des Museums im Kloster Frankenberg eine bedeutsame Ära zu Ende“, stellte Landrat Dr. Reinhard Kubat fest, als er bei einer Feierstunde in der Mauritiuskapelle den 73-Jährigen verabschiedete, der auf eigenen Wunsch nach zehnjähriger Tätigkeit als Museumsleiter ausscheidet.

Vor vielen Gästen und Wegbegleitern würdigte der Landrat den pensionierten Pfarrer und Fachmann für sakrale Kunst für sein „großartiges Engagement“ in der Museumsarbeit und in vielen ehrenamtlichen Bereichen der Stadt Frankenberg. Als Nachfolgerin führte Dr. Kubat die Bad Arolser Museumsleiterin Dr. Birgit Kümmel ein, die diese Aufgabe in Frankenberg zusätzlich ehrenamtlich übernimmt.

Die erfahrene Kunsthistorikerin hatte nach dem Studium an kulturgeschichtlichen Ausstellungsprojekten mitgearbeitet, bevor sie 1993 die Leitung des Museums Bad Arolsen übernahm. Dr. Kümmel, die eine Dissertation über die Bildzerstörungen in der Liebfrauenkirche mit Marienkapelle während der Zweiten Reformation schrieb, kennt sich in der Geschichte der Region vorzüglich aus.

Wie sehr Heiner Wittekindt mit der Fortentwicklung des Heimatmuseums zum „Museum im Kloster Frankenberg“ verbunden war, zeigte sich zu Beginn bei seinem Vortrag. Gemeinsam mit Restaurator Winfried Schurm (Wolfhagen) berichtete er über die Rettung der barocken Figurengruppe zur Seuffert-Orgel. Zwei große Philipp-Soldan-Ausstellungen, die Neupräsentation der gotischen Tyle-Figuren und die Verankerung des Museums durch viele Sonderveranstaltungen im Bewusstsein der Bevölkerung waren Wittekindts herausragende Leistungen.

Als „Fachmann und Teamplayer auf Augenhöhe“ bezeichnete er seinen Kollegen Hans Papenfuß, der ihn seit 2011 bei der Inventarisierung und geschichtlichen Einordnung der Exponate unterstützte. Landrat Dr. Kubat überreichte Papenfuß mit herzlichem Dank als originelles Erinnerungsstück eine der 16 lebensgroßen Holzfiguren aus der Philipp-Soldan-Ausstellung 2017.

„Ich möchte die vorbildliche Arbeit von Heiner Wittekindt weiterführen“, versicherte Dr. Birgit Kümmel. Eine solche Aufgabe sei nur kollegial möglich, und deshalb freue sie sich über die Zusage eines Teams von Ruth Piro-Klein, Lothar Finger und Dr. Horst Hecker.

Dank und Anerkennung gab es für die beiden ausscheidenden Museums-Experten auch von Bürgermeister Rüdiger Heß und Pfarrer Christoph Holland-Letz. Ruth Piro-Klein vom Museumsverein sprach allen Sponsoren Dank für Spenden in Höhe von 32 000 Euro aus und ehrte besonders Wilhelm Hein, der davon allein fast 11 000 Euro einwerben konnte. Helga Lapp überreichte dem Museum zwei große Bände mit lokalhistorischem Material aus dem Nachlass ihres kürzlich verstorbener Ehemannes Fritz Lapp. Eine Bilderschau ließ während des anschließenden Empfangs noch einmal besondere Ereignisse aus der Museumsarbeit von Wittekindt und Papenfuß lebendig werden.

Quelle: HNA

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