Risiko größer als bislang angenommen

Neuen Berechnungen: Künftige Rentner sind stärker von Armut bedroht

Waldeck-Frankenberg. Das Armutsrisiko künftiger Rentner ist nach neuen Berechnungen größer als bislang angenommen. In Hessen stieg die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung gegenüber dem vergangen Jahr um sieben Prozent auf 71.000.

Das teilte das Statistische Landesamt mit. 55 Prozent davon beziehen die Unterstützung wegen Hilfsbedürftigkeit im Alter.

Der Kreis Waldeck-Frankenberg liegt mit neun Prozent Steigerung über dem Hessenschnitt. „Das ist damit begründet, dass die Bürger des Landkreises bezogen auf einen Vergleich zum Land Hessen über das niedrigste Renteneinkommen verfügen“, erklärt Landrat Dr. Reinhard Kubat auf HNA-Nachfrage.

„Die gesetzlichen Renten müssen armutssicher sein“, fordert Michael Rudolph, Geschäftsführer des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Nordhessen. „Wir wollen eine Rentenbeitragserhöhung von 0,1 Prozentpunkten“, sagt der Gewerkschafter. Dafür müssten Arbeitgeber sowie der Durchschnittsverdiener 2,60 Euro im Monat mehr aufbringen. „Damit wollen wir die Kürzung der Rente vermeiden.“ (mad)

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Quelle: HNA

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