Eröffnungsveranstaltung in Allendorf

Kulturherbst kommt ins Ederbergland

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Allendorf (Eder) - Regionen rücken näher zusammen - Burgwald und das Ederbergland. Das ist nicht nur im vermarkteten Namen "Region Burgwald-Ederbergland" sichtbar, sondern im Herbst auch im erweiterten "Kulturherbst Burgwald-Ederbergland".

Von Marburg bis nach Frankenberg werden alle zwei Jahre Dutzende kleinere und größere kulturelle Veranstaltungen geboten. In den Rat- und Dorfgemeinschaftshäusern, in Heimatmuseen und in grün-bunten Herbstlandschaften wird gelesen, getanzt, gespielt, gewandert und mehr. Ab Ende Oktober findet der „Kulturherbst Burgwald“ wieder statt - diesmal mit neuem Namen. „Kulturherbst Burgwald-Ederbergland“ lautet der offizielle Titel erstmals, denn die Kulturreihe wird erweitert. Das Ederbergland, insbesondere das obere Edertal, soll in den Reigen der Veranstaltungen einbezogen werden - folgerichtig findet der Auftakt am Sonntag, 28. Oktober, ab 14 Uhr im Allendorfer Bürgerhaus statt.

Wie üblich soll die Veranstaltungsreihe hauptsächlich von Künstlern und Kulturschaffenden aus der Region gestaltet werden. Deshalb gibt es auch für die Eröffnungsveranstaltung kein genaues Programm. Der Verein „Kulturherbst Burgwald“, der die Veranstaltung seit 1999 ausrichtet, sucht daher noch Allendorfer und Bürger der Ortsteile, die an der Gestaltung mitwirken wollen. Es geht um künstlerische Darbietungen musikalischer, textlicher oder darstellerischer Art - gleich ob Gesang, Kunstwerk, Lesung, Mundart-Stücke oder ein kleiner Sketch. Gern gesehen sind auch Volkstanzdarbietungen, die die Tradition der Region ausdrücken - kurz: alles, was den Charakter Allendorfs ausmacht.

Raum für die Vereine

Zugleich soll die Auftaktveranstaltung des Kulturherbstes, der in diesem Jahr über insgesamt über vier Wochen geht, den Vereinen Allendorfs Raum geben, sich vorzustellen. Die Veranstalter richten sich zwar besonders an Vereine, die der Kultur und der Heimatpflege gewidmet sind, laden aber ebenso alle anderen Vereine ein, sich mit einem Stand zu beteiligen.

Auch Autoren sollen die Möglichkeit erhalten, ihr Werk zu präsentieren. Die „AG Burgwaldbuch“ innerhalb des ausrichtenden Vereins bietet die Möglichkeit, die Exponate an einem Büchertisch anzubieten. Dabei spielt das Genre keine Rolle. Es darf sich um Romane, Geschichtensammlungen, Prosa, geschichtliche Werke und mehr handeln.

Ein Aufruf geht auch an Schulklassen und andere Kindergruppen, die etwas vorstellen möchten. Weitere Anregungen für die Veranstaltungen sind ebenso willkommen.

Die Erweiterung des Programms und die räumliche Ausdehnung des Kulturherbstes sind auch eine Reaktion auf die nach Ansicht der Veranstalter schlechte Resonanz aus der Bevölkerung auf den vergangenen Kulturherbst im Jahr 2010. Bei der Mitgliederversammlung im Februar in Unterrosphe (FZ berichtete) war daraufhin ein kleiner Katalog von Verbesserungen erarbeitet worden, die die Veranstaltungsreihe auch über die Grenzen der Landkreise Wal­deck-Frankenberg und Marburg-Biedenkopf bekannter machen sollen. So sollen einerseits Handzettel entworfen werden, die auf die Geschichte der Kulturherbstes eingehen. Zudem soll ein Internetauftritt erstellt werden, der auch alle Veranstaltungen des jeweiligen Jahres auflistet. Bislang allerdings gibt es diese Internetseite noch nicht.

Zentraler Bestandteil des „Kulturherbstes Burgwald-Ederbergland“ ist auch weiterhin der Künstlerwettbewerb. 2010 gewann diesen die Frankenbergerin Arnhild Lensch mit ihrem Märchen „Die grünen Hüte“.

Für die Auftaktveranstaltung am 28. Oktober in Allendorf können sich Interessierte anmelden beim Verein „Kulturherbst Burgwald“, Karl-Heinz Naumann, Telefon 06453/4192, oder bei der Gemeinde Allendorf, Sandra Kappenstein, Telefon 06452/9131-14.

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