Kunden bringen noch immer D-Mark zum Wechseln zur Bank

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HNA-Redakteur Klaus Jungheim heute mit Zehn- und 20-Mark-Scheinen der letzten Banknotenserie aus seiner Sammlung.

Waldeck-Frankenberg. Die D-Mark ist erstaunlicherweise auch heute, zehn Jahre nach Einführung des Euro, noch ein Thema im Landkreis Waldeck-Frankenberg – und zwar weit mehr als nur Erinnerung.

So bringen Kunden im Durchschnitt noch jede Woche etwa 200 Mark zur Waldecker Bank, sagt Vorstand Karl Oppermann. Meist wurden die alten Münzen, die übrigens weiterhin gültig sind, beim Aufräumen gefunden, erfahren die Bankmitarbeiter, die das Geld am Schalter entgegennehmen. Das gilt auch für die Filialen der Sparkasse: Auch dort kommen noch regelmäßig Menschen und bringen D-Mark, in Münzen wie in Scheinen, berichtet Karl-Heinz Göbel vom Marketing der Sparkasse Waldeck-Frankenberg.

Offiziell nehmen die Bundesbank und die Landeszentralbanken D-Mark an. Doch beide Geldinstitute bieten den Service und tauschen D-Mark gegen Euro um. Andere Erfahrungen hat Mario Seitz, Vertriebsleiter der Frankenberger Bank, gemacht. Dort sei seit Monaten niemand mehr mit D-Mark gekommen, sagt er. Auch sein Haus nimmt D-Mark noch an. Damit sie zum Tausch an die Zentralbank geschickt werden kann, müsste jedoch erst eine größere Menge zusammenkommen. (red)

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Quelle: HNA

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