Allendorfer CDU-Gemeindeverband besteht seit 40 Jahren

Kurz nach der Gründung schon Wahlsieger

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Ernst Gasse (2. v.r.) und Hartmut Schneider (3. v.r.) sind Gründungsmitglieder der Allendorfer CDU. Es gratulierten Staatssekretär Mark Weinmeister, Ortsverbandsvorsitzender Kurt Kramer und der Bundestagsabgeordnete Bernd Siebert.Foto: Mark Adel

Allendorf (Eder) - Als eine in Nordhessen besondere Erfolgsgeschichte hat Staatssekretär Mark Weinmeister am Samstag die kommunalpolitische Arbeit des Allendorfer CDU-Gemeindeverbands bezeichnet. Seit vier Jahrzehnten gestalten die Christdemokraten die Kommunalpolitik und stellten meist die stärkste Fraktion im Parlament.

In einer Feierstunde im Restaurant des Bürgerhauses haben die Mitglieder des Allendorfer CDU-Gemeindeverbands der Gründung am 28. Februar 1974 gedacht. Zu den Gründungsmitglieder zählten damals Ernst Gasse und Hartmut Schneider. Sie wurden am Samstagabend ausgezeichnet. Die Ehrenurkunde hatten die CDU-Bundesvorsitzende Bundeskanzlerin Angela Merkel und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier unterschrieben.

Bis zur Gründung des Verbands war die CDU im Parlament der noch jungen Großgemeinde nicht vertreten. Bei der ersten Kommunalwahl nach der Gründung im Jahr 1977 holte der Gemeindeverband auf Anhieb 37 Prozent der Stimmung und wurde Wahlsieger.

Auch danach war die CDU fast immer in „Regierungsverantwortung“, erinnerte der Vorsitzende Kurt Kramer: Fünfmal als Wahlsieger, zweimal war die Bürgerliste Ortsteile stärker. Beide Fraktionen bildeten stets eine Kooperation. Lediglich von 1989 bis 1993 holte die SPD mehr Stimmen auf Gemeindeebene.Es seien eine Vielzahl wichtiger Entscheidungen getroffen worden, „zum Wohle unserer Bürger, des gesellschaftlichen Zusammenlebens, der heimischen Industrie und des Handels“, sagte Kramer.

Zu den Erfolgen zählte Kramer den Erhalt des Hauptschulstandorts in Allendorf, die Schaffung wirtschaftlicher Rahmenbedigungen zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsbedingungen, Programm zur Belebung der Ortskerne, Verbesserung der Verkehrssituation, Entstehung von Wohnraum durch Ausweisung von Baugebieten, Förderung des Bündnis für Familie, die Ausweitung des Freizeitangebots, den Bau und die Erneuerung der öffentlichen Einrichtungen und das Entgegenwirken des Demografischen Wandels. Seit dem Jahr 2011 ist der Gemeindeverband mit der Bromskirchener CDU fusioniert. „Gemeinsam wollen wir auch die Verwaltungsgemeinschaft fördern“, spielte Kramer auf die stärkere Zusammenarbeit der Gemeinden Allendorf und Bromskirchen an.

Mark Weinmeister, Staatssekretär im hessischen Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, würdigte die Nähe zum Bürger. „Hier geht es nicht um Bundesprogramme, sondern darum, vor Ort zu entscheiden.“ Diese Entscheidungen müsse man als Kommunalpolitiker vor dem „Nachbarn nebenan“ vertreten. „Nur zu sagen, was einem nicht gefällt, ist zwar einfach, würde aber eine Gemeinde nie voranbringen.“

Kampf um Viessmannstraße

Dass der Gemeindeverband seit 40 Jahren besteht, „ist ein sicheres Zeichen, dass es hier funktioniert“. Er erinnerte an die Geschichte der CDU, die - anderes als die SPD - bis Anfangd er 70er Jahre keine Mitgliederpartei gewesen sei. Damals seien viele Ortsverbände gegründet worden.

Bundestagsabgeordneter Bernd Siebert und die Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg würdigten die Verdienste des langjährigen CDU-Bürgermeisters Robert Amend, der die Verwaltung von 1970 bis 1999 geführt hatte, und des langjährigen Fraktionschefs und Ortsverbandsvorsitzenden Dirk Hofmann.Robert Amend habe für das ganze Obere Edertal eine führende Funktion gehabt, Sagte Siebert. „Das war schon etwas Besonderes.“

Claudia Ravensburg erinnerte sich, wie Robert Amend Ende der 90er Jahre im Kreistag für eine Industriestraße zur Firma Viessmann gekämpft hatte - und Kritikern mit dem Hinweis entgegentrat, dass die Gemeinde Allendorf einer der größten Finanzierer des Kreishaushalts sei.

Bürgermeister Claus Junghenn, der 2000 Amends parteiloser Nachfolger wurde, lobte die Arbeit im Parlament. „In der Regel ziehen wir an einem Strang.“ Er würdigte auch die Arbeit des Allendorfer Gemeindeverbands als Verein, etwa bei der Pflege des Spielplatzes im Hermann-Löns-Weg, dessen Pate die CDU ist.

Die Grüße des Koalitionspartners Bürgerliste Ortsteile überbrachte Erich Hirt. Unter den Gästen waren auch Vertreter benachbarter Ortsverbände und Parlamentschef Norbert Bötzel (BL Ortsteile).

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