Kusch + Co. in Hallenberg entlässt bis zu 40 Mitarbeiter

Hallenberg. Der Objekteinrichter Kusch + Co. trennt sich von Teilen der Vorfertigung in Hallenberg im Hochsauerlandkreis und entlässt im Zuge dessen 30 bis 40 Mitarbeiter.

Das gab das Unternehmen am Donnerstag in einer kurzfristig angesetzten Betriebsversammlung bekannt. Bereits im Dezember 2015 hatte Kusch + Co. erhebliche Umsatzrückgänge gemeldet und einen harten Sparkurs angekündigt.

Vor den rund 160 anwesenden Mitarbeitern sowie Führungskräften des Unternehmens skizzierte Geschäftsführerin Ricarda Kusch nun, wie sich das Familienunternehmen im aggressiven Verdrängungswettbewerb innerhalb der Branche und gegen die wachsende internationale Konkurrenz langfristig behaupten kann.

Das bisherige Geschäftsmodell einer hohen Fertigungstiefe, also die komplette Herstellung vom ersten bis zum letzten Produktionsschritt unter einem Dach, entspricht laut Ricarda Kusch nicht mehr der heutigen Realität.

Betriebskennzahlen würden belegen, dass die unternehmenseigene Vorfertigung in den vergangenen Jahren nicht mehr voll ausgelastet werden konnte. Ein Großteil aller Aufträge erfordere Fertigungsmethoden, die nur von spezialisierten Partnerunternehmen aus dem Unternehmensnetzwerk erbracht werden könnten.

„Wir haben eine starke Marktposition. Die müssen wir jetzt nutzen, um in einem veränderten Marktumfeld wieder zu alter Stärke zu gelangen. Und das heißt: klarer Fokus auf unsere Kernkompetenzen und Ausbau unserer Angebote in den Marktsegmenten Health, Transport und Office“, erläuterte Ricarda Kusch den anlaufenden Restrukturierungsprozess. Weitere Entlassungen könnten durch die Restrukturierung verhindert werden. (nh/dau)

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Quelle: HNA

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