Theatergruppe führte „Polnische Wirtschaft oder Gute Lügen leben länger“ auf

Happy End: Kasimir (Michael Heck) hat seiner Paula (Yvonne

Altenlotheim. Ein Lob vom Bürgermeister bekamen die  Akteure bevor das Stück losging: „Die Altenlotheimer können nicht nur Fußball spielen, singen und auf dem Akkordeon musizieren, die können auch Theater spielen“, sagte Frankenaus Rathauschef Björn Brede schonb vor der Premiere des Lustspiels „Polnische Wirtschaft oder Gute Lügen leben länger“.

Zu den insgesamt drei Vorstellungen am Wochenende kamen unter dem Strich mehr als 600 Besucher in das Altenlotheimer Bürgerhaus.

Und Brede sollte recht behalten: Die Theatergruppe bescherte dem Publikum einen höchst unterhaltsamen Abend mit einem lustigen Dreiakter von Bernd Gombold, bei dem es unter anderem um ein gutmütiges Ehepaar, einen genialen Erfinder und einen korrupten Bankdirektor ging.

Michael Heck glänzte in der Rolle des polnischen Schwarzarbeiters Kasimir, der in radebrechendem Deutsch nicht nur ständig mit der deutschen Bürokratie im Clinch lag, sondern auch noch seinen „Polski-Fiat“ heimlich mit dem Heizöl seines Chefs betankte.

„Deutsche Staat ist komische Staat“, so seine Erkenntnis, und deshalb riet er: „Cheffe musse sich besser Geschäfte machen hinter die Hand.“

Die Inhaber der kleinen Autoreparaturwerkstatt Monika und Manfred Müller – gespielt von Antje Rau und Frank Fackiner – waren wahrhaftig nicht zu beneiden: Der Betrieb schrieb rote Zahlen, die Bank drohte den Geldhahn zuzudrehen und die Gemeinde in Gestalt von Bürgermeisterin Sabine Kleinschmidt-Großhans – alias Petra Wissemann – wollte ihre ausstehende Forderungen zwangsweise eintreiben. Zu allem Überfluss hatte das Ehepaar auch noch ständig Ärger mit seinem Untermieter Mathias Müller – gespielt von Sascha von Drach –, der sie mit seinen genialen aber leider zu nichts taugenden Erfindungen in Rage brachte.

In weiteren Rollen traten Maximilian Huthwelker als Dr. Peter Profitlich, Yvonne Backhaus als verliebte Briefträgerin und Volker Nagel als korrekter Beamter Heinrich Haargenau auf. In Paraderollen waren außerdem Gudrun Knoche und Hildegard Tausch – die beiden Tanten aus Polen – zu sehen, die als Olga und Stanislava begeisterten Applaus erhielten.

Moderiert wurde der Abend von Harald Koch, der allen Helfern vor und hinter der Bühne dankte und zwei besondere Ehrengäste begrüßte: Franziska von Drach und Laura Knoche hatten ihre Eintrittskarten im Internet ersteigert und damit das Privileg erworben, das Theaterstück von einem bequemen Sofa in der ersten Reihe aus zu verfolgen. Als besonderen Service bekamen sie noch Sekt und Schnittchen gereicht. Zudem erwartete sie ein exklusives „Backstage“ Treffen mit den Schauspielern, wie Koch ankündigte.

Der Erlös aus den drei Aufführungen will die Theatergruppe für die Renovierung des Bürgerhauses zur Verfügung stellen, erklärte Regisseur Michael-Ernst von Drach.

Von Susanna Battefeld

Quelle: HNA

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