Angehende Tischler und Holzmechaniker absolvierten einen Oberflächenlehrgang

Lackiert, gebeizt, gebleicht

Bunte Schränkchen geschaffen: Die Auszubildenden und ihre Ausbilder Thomas Happel (Vierter von rechts), Jens Boeck (Zweiter von rechts) und Walter Hartmann (rechts).

Frankenberg. Sie haben etwas geschaffen, etwas Greifbares, etwas das gut aussieht und genutzt werden kann – 17 zukünftige Tischler und Holzmechaniker nahmen am Ende ihres zweiwöchigen Oberflächenlehrgangs ein selbst gebautes kleines Beistellschränkchen mit nach Hause.

Der Lehrgang, der gemeinsam von der Tischlerinnung, der Hans-Viessmann-Schule und dem Berufsförderungswerk für Handwerk und Industrie (BFHI) angeboten wurde, erfüllte die Erwartungen. Tischlermeister und Lehrgangsleiter Thomas Happel sagte mit Blick auf die Ergebnisse: „Das ist das Schöne an unserem Beruf ist, dass wir eine persönliche Note einbringen können.“

So sind 17 individuelle Schränkchen entstanden. Das Besondere daran: Jede einzelne Platte des Möbelstücks hat eine andere Oberfläche, erstellt mit unterschiedlichen Techniken. Es wurde lackiert, gebeizt, gebleicht, Strukturen wurde herausgearbeitet, und es entstanden Furnierarbeiten. Happel sprach der gesamten Gruppe von Auszubildenden ein Kompliment aus: „Wir haben moderne und klassische Lackiertechniken miteinander verbunden und gut zusammen gearbeitet. Letztlich haben wir erreicht, was wir erreichen wollten. Dafür ein Lob an die ganze Truppe.“

Auch Holz-Theorielehrer Jens Boeck war vollauf zufrieden. „Es wurde mehr gemacht, als nötig. All das ging nur durch gute Zusammenarbeit“, sagte er. Die Auszubildenden haben im Oberflächenlehrgang nicht nur die Flächen bearbeitet, sondern auch den Einsatz von modernen Beschlägen und die Fertigung von Plattenmöbeln erlernt.

Walter Hartmann, Obermeister der Innung, erklärte mit Blick auf den Lehrgang: „Tischler müssen halbe Maler sein.“ Diese Doppelrolle einzunehmen, ist den Auszubildenden voll und ganz gelungen.

Nicht ohne Stolz konnten sie mit Ende des Lehrgangs ihre selbst geschaffenen bunten Werke mit nach Hause nehmen.

Von Claudia Stehr

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare