Kurse "Darstellendes Spiel" der Edertalschule präsentieren selbst inszenierte Theaterstücke

Lady Macbeth wird zu Carmen Geiß

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Vor dem Tod noch schnell ein Selfie: Auch in einer Shakespeare-Inszenierung ist Raum für moderne Technik. Foto: Andrea Pauly

Frankenberg - Wenn Lady Macbeth ihren Gatten „Roooooobeert“ ruft und in glitzernden Stöckelschuhen über die Bühne trippelt, ist klar: Das wird keine klassische Shakespeare-Inszenierung. Die Edertalschüler haben sich neben der klassischen Tragödie außerdem "Die Welle" von Morton Rhue vorgenommen.

Zum Ende jeden Schuljahres präsentieren die Kurse „Darstellendes Spiel“ der zwölften Jahrgangsstufe Theaterinszenierungen. Die Stücke haben sie im Laufe des Jahres ausgewählt, bearbeitet und mit Unterstützung ihrer Lehrer einstudiert. Am Montagabend zeigten die Kurse die Ergebnisse in Form einer Aufführung für Eltern und Mitschüler.

Ihre eigene Version von „Die Welle“ haben die Schüler von Antje Rau geschaffen. Mit Videosequenzen und der Erweiterung des Spielraumes In den Zuschauerraum sorgten die jungen Darsteller sowie ihre Helfer hinter der Bühne und in der Technik für eine abwechslungsreiche und ausdrucksstarke Interpretation des Stoffes.

Die Einbeziehung des Zuschauerraumes, Humor und Multimedialität nutzte auch der Kurs von Ingrid Obermann für seine Version von „Macbeth“ erarbeitet hat: Die Schüler haben in einem Mix von Stilen und Genres die Eheleute Macbeth in die aktuelle Welt des Adels geholt - des Geldadels, um genau zu sein. Denn als Vorbild für Macbeth und seine Lady dienen Robert und Carmen Geiß, die mit einer Fernsehserie über ihr Luxus-Leben deutschlandweit berühmt geworden sind. Als Höhepunkt landet Macbeth als Kandidat bei „Wer wird Millionär“ - und bekommt zum seinem Tode noch die Aufforderung „Die, bloody bastard, die“.

(Von Andrea Pauly)

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der FZ am Mittwoch, 16. Juli.

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