Radweg-Bau von Rosenthal nach Langendorf

Lärchen-Brücke soll 30 Jahre halten

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Hält diese Brücke aus Lärchenholz 30 Jahre? Der Rosenthaler Stadtverordnete Wilhelm Detsch (CDU) bezweifelt es. Die Brücke ist Teil des Radwegs zwischen Rosenthal und Wohra.Fotos: Michael Rinde

Rosenthal - Der Radweg von Rosenthal nach Langendorf kommt die Stadt zwar teurer zu stehen als nach der Auftragsvergabe veranschlagt. Dennoch bleiben die Kosten im Rahmen - der Ansatz im Rosenthaler Haushalt werde nicht überschritten, sagt Bürgermeister Hans Waßmuth.

Die Mehrkosten liegen bei etwa 70.000 Euro, teilte Bürgermeister Hans Waßmuth den Stadtverordneten in der jüngsten Sitzung mit. Ursache sei die fehlende Standfestigkeit des Bodens, es musste wesentlich mehr Material verarbeitet werden, als gedacht. „Um weitere Überraschungen zu vermeiden, werden die Arbeiten unterbrochen und erst bei Trockenheit beziehungsweise bei Frost fortgesetzt“, sagte Waßmuth.

Das bedeute, dass der Weg im noch nicht fertig gestellten Abschnitt erst im Frühjahr 2014 asphaltiert wird. Ursprünglich war das Ende der Bauarbeiten für Mitte November vorgesehen. „Nie richtig trocken“ Kritik übte Wilhelm Detsch (CDU) an der Verwendung von verleimtem Lärchenholz für den Bau einer Brücke über die Bentreff, nahe der Landkreisgrenze: „Das sieht zwar schön aus und passt in die Landschaft“, sagte er. Er bezweifelte aber die Haltbarkeit eines solchen Holzstegs. „Die Brücke steht im Wald und wird wahrscheinlich nie richtig trocken. So kann man mit Geld nicht umgehen.“

Als Beispiel nannte Detsch den Kellerwaldturm am Wüstegarten, der ebenfalls aus Lärchenholz bestehe und dringend saniert werden müsse. Hans Waßmuth berichtete, er habe den Bauingenieur und die Baufirma darauf angesprochen. Die Fachleute würden die Bedenken nicht teilen: „Das Lärchenholz ist geprüft und zugelassen.“ Wasser werde so abgeleitet, dass es nicht ins Holz eindringen kann. „Das soll 30 Jahre halten.“

Mit der Konstruktion des Kellerwaldturms sei die Brücke nicht vergleichbar. Land zahlt 80 Prozent Der Radweg zwischen Wohratal und Rosenthal ist Teil des hessischen Fernwegs R6. Auf Rosenthaler Seite, dem längeren Abschnitt, betragen die Kosten rund 432.000 Euro, Wohratal muss 188.000 Euro tragen. Allerdings zahlt das Land 80 Prozent an die Kommunen zurück.

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