Todenhausen

Lärmmessung soll die Lösung bringen

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- Wetter-Todenhausen (sa). In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats Todenhausen dominierte das Thema der Bundesstraße 252.
Es wurde dabei bisweilen heiß diskutiert.

Ortsvorsteher Ralf Funk hatte eine Rede vorbereitet, um seine Zweifel an der Aufrichtigkeit der neuen Entwicklung in angemessenen Worten darzustellen: „Plötzlich soll doch alles kommen, was wir schon seit Jahren fordern“, eröffnete er den Tagesordnungspunkt. „Da bleibt die Frage, ob die Verantwortlichen plötzlich eingesehen haben, was notwendig ist, oder ob die anstehende Wahl etwas mit dieser Entwicklung zu tun hat.“

Die erste Forderung in einer langen Liste waren Schilder zur Geschwindigkeitsbegrenzung am Ortseingang. Seit wenigen Wochen dürfen Autos hier nur 70 Kilometer pro Studne schnell fahren. Ohne weitere Maßnahmen verleiteten diese „Schilder aber eher zum Überholen von langsamen Fahrzeugen“, waren sich die Ortsbeiratsmitglieder einig. „Es gibt Fotos, die zeigen, welche brenzlige Situationen eben durch diese Schilder entstehen,“ bekräftigte Werner Kahler das Argument.

Kahler weiß genau, was sich aus solchen brenzligen Situationen entwickeln kann, denn es ist seine Scheune am Ortseingang, bei der schon mehrfach Fahrzeuge verunglückten. Seiner Überzeugung nach müssen neben den Schildern regelmäßige Verkehrskontrollen und Verkehrsinseln her. Auch wenn er hier noch mit dem ganzen Ortsbeirat übereinstimmte, müsste seiner Meinung nach noch viel mehr getan werden.

Auf der Liste von Verbesserungsvorschlägen zur Sicherung des Verkehrs in Todenhausen wurde außerdem die Forderung nach einer Markierung der Straße nahe der Ampel durch ein „Mutter-Kind-Symbol“ aufgenommen, denn viele Fahrzeuge würden nach Überzeugung des Ortsbeirats auch bei Rot noch fahren. So soll die Aufmerksamkeit gestärkt werden, dass an dieser Stelle regelmäßig Kinder die Straße queren.

Um das eigentliche Ziel der Umgehungsstraße zu erreichen, schlug Funk vor, eine Lärmmessung durchführen zu lassen. „Liegen diese Werte über den zulässigen Grenzwerten, werden die Verantwortlichen gezwungen sein, etwas zu unternehmen“, erklärte der Ortsvorsteher seinen Plan. Auch die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Kilometer pro Stunde zwischen 22 Uhr und 6 Uhr kam laut Funk nur durch Messergebnisse über die gesetzlich zulässigen Lautstärkebelastung zustande. Die Kosten von 10 000 Euro könnten zwischen den betroffenen Gemeinden aufgeteilt werden, sodass für jeden nur eine Belastung von 2500 Euro entstehen würde.

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