Peter Hecker will mit Gruppe des TSV Bergheim zu Fuß zu den Olympischen Spielen

Er läuft und läuft und läuft

Das Ziel ist Olympia: Peter Hecker tauschte seine Fußballschuhe gegen die Laufschuhe, mit denen es nach London geht. Foto: Schelberg

Frankenau/Bergheim/London. Wenn Peter Hecker derzeit seine Laufschuhe schnürt, dann hat er zwei Dinge fest im Blick: Olympia und das Geld. Natürlich nicht so, wie man jetzt womöglich denken mag. Hier geht es nicht um Ruhm und Reichtum, sondern um einen guten Zweck: Der 28-Jährige will gemeinsam mit der Laufgruppe des TSV Bergheim einen Staffellauf zu den Olympischen Spielen in London absolvieren und dabei Spenden für das Lebenshilfe-Werk sammeln.

Dort arbeitet der Frankenauer nämlich im Marketing und der Spendenakquise. Und als er Ende 2011 von der Idee der Gruppe las, mit einem Benefizlauf von Bergheim nach London die Lebenshilfe zu unterstützen, da kam ihm die Idee, selbst mit von der Partie zu sein. Nach einem Gespräch mit einem der Inititoren, Volker Heck aus Böhne, war für Hecker klar: „Ich laufe mit.“

„Mittlerweile macht es richtig Spaß.“

Peter Hecker über sein Lauftraining

Seit Monaten trainiert er nun regelmäßig: „Drei, vier Mal die Woche laufe ich zehn bis 15 Kilometer“, berichtet Hecker. Dafür hat der Kicker des TSV Frankenau sogar zeitweise die Fußballschuhe an den Nagel gehängt. Schließlich ist er von der Idee der Laufgruppe begeistert und freut sich, dass die Spenden für den Lauf (siehe Hintergrund) dem Familienzentrum (integrative Kindertagesstätte) der Lebenshilfe in Bad Wildungen zugute kommen sollen. „Dort gibt es Bedarf an neuen Spielgeräten“, sagt er.

Nun möchte er möglichst viele Freunde, Bekannte und Verwandte – und natürlich auch andere Menschen – dazu bewegen, ihn und die gesamte Aktion zu unterstützen. Der Gedanke daran motiviert ihn auch beim Lauftraining.

Kräftesparender Stil

Dabei musste er sich erst an die Belastung herantasten. Zwar spielt er Fußball, allerdings joggte er bisher nicht regelmäßig. „Beim Fußball läuft man sehr kraftvoll, ich musste mich erst auf einen kräftesparenden Stil umstellen“, erklärt Peter Hecker. Auch die richtigen Laufschuhe mussten her – „und mittlerweile macht es richtig Spaß.“

Nun will der Frankenauer in der 22-köpfigen Läufergruppe sein Bestes geben auf den acht Etappen, die es vom 3. August an zu bewältigen gilt. Start ist in Bergheim, von dort geht es auf die 800-Kilometer-Strecke in die Olympia-Stadt. Die Tagesetappen betragen zwischen 100 und 120 Kilometern, die Läufer wechseln sich dabei ab: Je nach Tagesform soll jeder zwischen acht und zehn Kilometern einer Etappe bewältigen. Mit Kleinbussen und Fahrrädern werden die Teilnehmer begleitet, auch Pausentage sind vorgesehen.

Für den 12. August ist die Ankunft am Olympiastadion in London geplant. Dann wolle sich die Gruppe noch gemeinsam den Marathonlauf angucken, „aber nicht mitmachen“, erzählt Peter Hecker augenzwinkernd.

Nach wenigen Tagen geht es dann zurück in die Heimat. Allerdings nicht zu Fuß: „Mit dem Laufen reicht es dann wohl erst einmal“, sagt der 28-Jährige.

Dann möchte er erst einmal Pause machen – und danach die Fußballschuhe wieder anziehen.

Von Matthias Müller

Quelle: HNA

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