Sechs heimische Teams bei Hessenmeisterschaft in Hungen

Landesentscheid der Feuerwehren: Rodas Mädchen sind Dritter

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Die Gruppen aus Waldeck-Frankenberg: (von links) Roda, Rennertehausen, Burgwald und Bergheim-Giflitz. Die Jugendfeuerwehr Haina fehlte bei dem Fototermin.  

Hungen. Mit guten Ergebnissen sind die heimischen Mannschaften vom Landesentscheid der Jugendfeuerwehren und der Einsatzabteilungen aus Hungen nach Waldeck-Frankenberg zurückgekehrt. Die beste Platzierung erreichten die Rodaer Mädchen mit Platz 3 unter sieben Mannschaften.

Haina wurde bei den Jungen Fünfter von 31, Burgwaldkam auf Platz 14. Bei den Staffeln landete Bergheim-Giflitz als Elfter im Mittefeld. Die Siegerteams aus Petersberg-Steinau (Jungen) und Hünfeld-Kirberg (Mädchen) dürfen im kommenden Jahr bei den Deutschen Meisterschaften antreten.

Die Erwachsenen-Teams aus dem Landkreis hatten mit den Podestplätzen nichts zu tun: Goldhausen wurde 18., Rennertehausen 19..

Waldeck-Frankenbergs Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick sprach von einem insgesamt guten Abschneiden der heimischen Gruppen im Landesvergleich. Und er freute sich vor allem über die vorderen Platzierungen der Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis.

„Diese Ergebnisse fallen nicht vom Himmel, sondern sind das Resultat der harten Arbeit von Wochen und Monaten. Wir sind stolz auf euch“, sagte Michael Wickenhöfer aus Birkenbringhausen, Fachbereichsleiter Wettkämpfe und stellvertretender Landesjugendfeuerwehrwart, bei der Siegerehrung an alle Jugendmannschaften.

Kritik des Innenministers

Erst vor zwei Jahren trafen sich die Spitzenteams der hessischen Jugendfeuerwehren sowie die Wettkampfteams der Einsatzabteilungen in Hungen im Landkreis Gießen zum Landesentscheid – der Hessenmeisterschaft. Dass Hungen wieder Austragungsort war, lag nicht nur daran, dass es 2016 als Organisator eine sehr gute Leistung abgeliefert hatte, sondern auch daran, dass kurzfristig ein Veranstaltungsort gesucht wurde.

Es gebe mittlerweile Landkreise, in denen die Feuerwehr keine Wettbewerbe mehr austragen könne, da Vereine sich weigerten, ihre Sportplätze zur Verfügung zu stellen, kritisierte Innenminister Peter Beuth, der zur Siegerehrung gekommen war. Dies könne nicht sein, zumal das Land viele Vereine beim Bau dieser Stätten mit Fördergeld unterstützt habe. Beuth kündigte an, dass dies in Zukunft so nicht mehr gehen werde: „Bei Förderbescheiden werden wir die Nebenbestimmung mit aufnehmen, dass die Förderung nur erfolgt, wenn die Plätze für die Feuerwehr zur Verfügung gestellt werden.“

Insgesamt 60 Jugendfeuerwehren gingen im Stadion in Hungen an den Start. Für alle war die Aufgabe gleich: Im A-Teil galt es, möglichst schnell einen Löschangriff aus einem Hydranten aufzubauen. Bei den Staffeln (sechs Jugendfeuerwehrleute) musste ein Standrohr gesetzt, ein Schlauch zur Pumpe verlegt und angekuppelt werden. Nun ging es weiter zum Verteiler und über eine Hürde und eine Leiterwand, bis schließlich zwei Trupps mit dem Strahlrohr in der Hand für den fiktiven Löschangriff bereit standen.

Bei den Gruppen (neun Feuerwehrleute) musste zudem ein dickerer B-Schlauch durch einen Tunnel verlegt werden. Den Abschluss der Übung bildete das korrekte Binden von vier Feuerwehrknoten auf Zeit. Rund 50 Schiedsrichter schauten den Jugendlichen während des Wettbewerbs auf die Finger.

Der B-Teil, ein Staffellauf über 400 Meter auf der Aschenbahn des Stadions, war ebenfalls mit Aufgaben aus dem Feuerwehralltag gespickt. Dabei musste etwa ein C-Schlauch aufgerollt, sich schnell für den Einsatz angezogen oder ein Leinenbeutel in ein Ziel geworfen werden.

(Von Patrick Dehnhardt)

Ergebnisse der Jugend

• Jungen (31 Mannschaften): 1. Petersberg-Steinau 1436 Punkte, 2. Lorsch 1431, 3. Homberg/Ohm-Maulbach 1423, 4. Huttengrund 1421, 5. Haina 1420, 6. Aulendiebach 1416, ... 14. Burgwald 1394, ... 

• Mädchen (7 Mannschaften): 1. Hünfeld-Kirberg 1410 Punkte, 2. Petersberg-Steinau 1406, 3. Roda 1404, 4. Rothenberg 1386, 5. Anzefahr 1383, 6. Hungen-Utphe 1351, 7. Fuldabrück 1336. 

• Staffeln (22 Mannschaften): 1. Nüllwald-Schellbach 1426 Punkte, 2. Homberg-Mühlhausen 1421, 3. Geiß-Nidda/Bad Salzhausen 1420, ..., 11. Bergheim-Giflitz 1391, ...

Quelle: HNA

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