Landgericht verurteilt zwei Männer, die bewaffnet eine Spielothek überfielen

Marburg. Wegen eines Raubüberfalls auf eine Spielothek hat das Marburger Landgericht einen 29-Jährigen und einen 22-Jährigen zu jeweils vier Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt. Die Kammer ordnete darüber hinaus wegen der Drogensucht der Angeklagten die Einweisung in eine Entziehungsanstalt an.

Beide Männer aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf gestanden die ihnen zur Last gelegte Tat zu Verhandlungsbeginn. Demnach beschlossen sie in der Nacht vom 9. auf den 10. November vergangenen Jahres, weil sie Geld für Drogen brauchten, eine Spielhalle im Marburger Norden zu überfallen.

Wie der Mitarbeiter, der seinerzeit Nachtdienst hatte, als Zeuge berichtete, seien zum Tatzeitpunkt außer ihm noch zwei Gäste im Raum gewesen, als die Täter hereingestürmt seien und „Überfall“ gerufen hätten. Einen älteren Kunden hätten sie gezwungen, sich auf den Boden zu legen. Einer der Männer habe ihn mit einer Pistole bedroht während der andere hinter ihn getreten sei und ihn am Hals gepackt habe. Weil es ihm nicht schnell genug gegangen sei, habe der ältere Angeklagte selbst das Geld aus der Kasse genommen.

Dass dieser ein Messer dabei gehabt habe, habe er erst gesehen, als der Mann es in dem Casino zurückgelassen habe, sagte der Zeuge. Die Pistole habe er für echt gehalten, allerdings soll es sich laut Anklage um eine Scheinwaffe gehandelt haben, die die Männer auf ihrer Flucht in der Lahn entsorgten.

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Quelle: HNA

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