Mehr frische Küche statt warmgehaltene Speisen

Landkreis will Mittagsverpflegung  in den Kitas verbessern

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Frisch gekochtes Mittagessen: Das ist in der Kindertagesstätte "Die kleinen Strolche" in Rennertehausen bereits an der Tagesordnung. Beate Hecker (links) vom Fachdienst Jugend des Landkreises und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese (Mitte) setzen sich dafür ein, dass künftig alle Kindertagesstätten im Landkreis ein gesundes Mittagessen anbieten können.

Waldeck-Frankenberg. Täglich ein gesundes und frisches Mittagessen – das will der Landkreis allen Kindern ermöglichen, die eine Kindertagesstätte in Waldeck-Frankenberg besuchen.

In Kooperation mit der Universität Dortmund wird dafür nun ein neues Verpflegungskonzept erarbeitet, das noch in diesem Jahr umgesetzt werden soll. Bei der Mittagsversorgung greifen die meisten Kindertagesstätten im Kreis derzeit auf das Warmhaltesystem zurück: Das Essen wird morgens von Großküchen zubereitet und an die Einrichtungen geliefert, wo es mitunter bis zu drei Stunden warmgehalten wird.

Ziel des Landkreises ist nun, die Mittagsverpflegung in den Einrichtungen zu verbessern: weg vom Warmhaltesystem, hin zur Zubereitung frischer Gerichte mit regionalen Lebensmitteln vor Ort.

„Ideal wäre es, wenn jede Kita das Essen täglich frisch zubereiten würde“, sagte Beate Hecker, die das Projekt im Fachdienst Jugend des Landkreises Waldeck-Frankenberg betreut. Vorbild sei dabei die Kindertagesstätte „Die Kleinen Strolche“ in Rennertehausen: Dort wird jeden Tag frisch für bis zu 80 Kinder gekocht. „Das ist aber nicht überall umsetzbar“, erklärte Hecker.

In solchen Fällen empfiehlt Prof. Dr. Günter Eissing, der den Landkreis bei der Umsetzung des Projektes berät, das „Cook-and-Chill“-Verfahren (zu Deutsch: Kochen und Abkühlen). Dabei werden die Speisen vorgekocht und gekühlt an die Kitas geliefert, die das Essen dann aufkochen.

Um die Kindertagesstätten auf dem Weg zu einem verbesserten Mittagsangebot zu unterstützen, fördert der Landkreis entsprechende Umbauarbeiten: Für Einrichtungen, die künftig frisch vor Ort kochen wollen, werden einmalig 20 Prozent der Kosten übernommen. Begrenzt ist die Förderung auf 12 000 Euro. Rüstet eine Einrichtung auf das „Cook-and-Chill“ um, wird sie mit 7500 Euro unterstützt.

Mittagessen in der Kindertagesstätte

94 Kindertagesstätten gibt es im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Mittlerweile besteht in allen 22 Kommunen mindestens eine Gruppe, in der die Kinder ganztags betreut werden. Fester Bestandteil dieses Angebotes ist es, den Kindern täglich ein warmes Mittagessen anzubieten. 87 Prozent der Kindertagesstätten im Landkreis arbeiten derzeit mit dem Warmhaltesystem. Eine frische Mittagsverpflegung – wie von den Experten empfohlen – wird bereits in den Kindertagesstätten in Allendorf, Battenfeld, Laisa und Rennertehausen umgesetzt. Aktuell zahlen Eltern in Waldeck-Frankenberg für ein Mittagessen in der Kita zwischen 2,50 und 3,50 Euro. 

Quelle: HNA

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