Diskussion über politischen Kern von Kindergeschichten

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Fanden die Parallelen zwischen Märchen und Politik: (von links) Ulrich Manz (ehemaliger Redakteur beim Spiegel und dem Hessischen Rundfunk), Brigitte Giebel (ehemalige Kindergartenleiterin), Michael Lemke (Hotel Die Sonne), Dr. Reinhard Kubat (Landrat), Fritz Schäfer (Kreislandwirt)

Frankenberg. „Politik und andere Märchen“ lautete der Titel der Lesung, zu der der Landrat Dr. Reinhard Kubat und der Kreislandwirt Fritz Schäfer gekommen waren.

Ein Landrat und ein Kreislandwirt bei einer Lesung? Und dann auch noch Märchen? Es ist sicherlich eine Kombination mit Seltenheitswert. Am Donnerstagnachmittag haben 25 Besucher im Hotel Die Sonne Frankenberg gesehen, ob dies zusammenpasst.


Die Idee: Brigitte Giebel, ehemalige Kindergartenleiterin und nach eigener Aussage „märchenbegeisterte Bürgerin“, las Märchen vor oder erzählte sie nach. Anschließend wurde diskutiert, welche Parallelen zur Politik sich darin wiederfinden lassen. Ulrich Manz, ehemaliger Redakteur beim Spiegel und dem Hessischen Rundfunk, moderierte die Veranstaltung. „Es ist reines Improvisationstheater, was wir hier machen“, sagte Reinhard Kubat. Es sei nichts abgesprochen.


„Märchen sind so verfasst, dass der Kleine eine Chance bekommt, zu gewinnen“, sagte Giebel am Anfang. Diesen Gedanken gebe es auch in der Politik. Moderator Manz ergänzte, dass Märchen oft eine Moral oder eine ganz bestimmte Haltung ausdrücken würden.

Den Anfang machte die Geschichte „Der kleine König“, in der der König nur als solcher erkannt wird, wenn er sich die Krone aufsetzt. Manchmal würden Menschen nur dann wertgeschätzt werden, wenn sie eine bestimmte Symbolik tragen, interpretierte Kubat.

Es gebe aber auch das Gegenteil, sagte Fritz Schäfer: Menschen, die sich eine Krone aufsetzten, obwohl sie keine Könige seien. (ema)


Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der gedruckten Freitagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

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