Frankenberg

Landratsgarten wird "geöffnet"

- Frankenberg (da).Ein „Schlüsselprojekt“ der Stadtsanierung ist die Neugestaltung der Fläche vor dem Landratsamt für Bürgermeister Christian Engelhardt. Noch im Februar beginnen die Arbeiten, die bis ins nächste Jahr andauern.

Bislang ist der Landratsgarten ein karges Fleckchen Erde, das wohl nur die wenigsten Frankenberger schon einmal betreten haben. Das soll sich ändern: Ab dem nächsten Jahr lädt der umgestaltete Platz zum Flanieren und Verweilen ein, verspricht Bürgermeister Engelhardt.

Mit Landrat Dr. Reinhard Kubat, Stadtplanern, Magistratsmitgliedern und Stadtverordneten setzte er am Dienstag den ersten Spatenstich. Grund für den symbolischen Akt bei Schnee und Minusgraden: Die Strauchschnittarbeiten müssen aufgrund rechtlicher Vorgaben noch im Februar beginnen. Bis die Bagger anrücken und Erde bewegen, werde es aber noch etwas dauern, sagte Engelhardt. Noch grenzt ein schmuckloser Rasen das Landratsamt von der Bahnhofstraße ab. Geplant ist eine Öffnung dieses Gartens, der damit Fußgängerzone, Bahnhof und die geplante Eder-Galerie verbinden soll. Im vorderen Bereich entsteht ein Park, dahinter ein Stadtplatz. Er soll auch für Veranstaltungen wie Konzerte oder Märkte geeignet sein.

Die Mauer zwischen Bürgersteig und Grünfläche wird zurückgebaut und zum großen Teil auf Sitzhöhe geschliffen. Eine drei Meter breite, mit Natursteinern gepflasterte Promenade parallel zur Bahnhofstraße soll dazu beitragen, dass Passanten den Weg durch den Garten wählen. Auch der Fernradweg R6 führt künftig über das Klostergelände. Erhalten bleiben unter anderem mehrere 100 Jahre alte Ahornbäume und zwei Eichen.

In der „Familienstadt mit Zukunft“ soll der neue Landratsgarten vor allem Kindern und Familien neue Qualitäten geben. Über einen Künstlerwettbewerb werden Brunnen oder Wasserspiele gestaltet. Insgesamt wird eine 2700 Quadratmeter große Fläche neu gestaltet, die Kosten belaufen sich auf rund 340.000 Euro. Ein Drittel davon trägt die Stadt, den Rest zahlen Bund und Land.

Landrat Kubat betonte, dass die Planung einer Stadtsanierung Zeit in Anspruch nehme und es deshalb bis zu diesem ersten Spatenstich gedauert habe. Der neue Platz werde einladend und offen: „Bislang ist der Raum verschenkt.“

Im Jahr 2011 sehen die Pläne den Rückbau und Umgestaltung von Teilen der Bahnhofstraße und des Klostervorplatzes vor.

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