Landwirte fahren schlechte Maisernte ein

Waldeck-Frankenberg. Eine schlechte Maisernte verzeichnen die Landwirte im Landkreis Waldeck-Frankenberg in diesem Jahr. Nach Prognosen der Kreisbauernverbände wird der Ernte-Ertrag 20 bis 30 Prozent unter dem Ergebnis des vergangenen Jahres liegen.

Als Grund nennt Matthias Eckel, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Frankenberg, den besonders kalten Frühling, der das Wachstum der jungen Pflanzen nach der Saat gehemmt habe. Im Altkreis Frankenberg falle die Maisernte um 30 Prozent schlechter aus als im Vorjahr. Eckels Waldecker Amtskollegin Stephanie Wetekam rechnet mit einem ähnlich schwachen Ertrag und spricht von 20 Prozent Ernteeinbußen im Vergleich zum Vorjahr.

Mais wird im Landkreis auf einer Fläche von 5180 Hektar angebaut, das entspricht etwa 13 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche.

Stephanie Wetekam sagt, die Landwirte hätten sich aufgrund des ungünstigen Frühlingswetters bereits frühzeitig auf eine schwache Ernte eingestellt. "In dem extrem kalten Frühling kam der Mais nicht rechtzeitig in die Gänge", sagt sie. Gleichzeitig sei die Zahl der Wildschweine, welche sich über den Mais hermachten, "immer noch zu groß", sagt Eckel.

Axel Friese vom Fachdienst Landwirtschaft des Landkreises spricht von einem "ärgerlichen" Ernteergebnis, das aber noch im Rahmen der jährlichen Schwankungen liege. Nach Angaben des Fachdienstes, der die Landwirte des Kreises betreut, werden zwei Drittel des Maises als Tierfutter verwendet, der Rest wird zur Einspeisung in Biogasanlagen genutzt.

Laut Eckel habe der Ernteausfall aber erfahrungsgemäß keine Auswirkungen auf den Betrieb der Anlagen. Diese sollten zwar zu 50 Prozent mit Mais betrieben werden, zur Not könne man jedoch auf anderes Material zurückgreifen.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine/HNA Waldeckische Allgemeine.

Von Jan Schumann

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare