Tag der Landwirtschaft: Udo Pollmer referierte

Dankeschön für den Referenten: Ernährungswissenschaftler Udo Pollmer bekam nach dem Vortrag einen Wurstkorb. (von links) Heinrich Heidel (Vorsitzender des Kreisbauernverbands Frankenberg), Udo Pollmer, Matthias Eckel (Geschäftsführer des Kreisbauernverbands), Fritz Schäfer (Kreislandwirt), Axel Friese (Kreisverwaltung) Foto: Hörcher

Frankenberg - Über die Zukunft der Landwirtschaft sprach Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, der am Donnerstag in der Ederberglandhalle beim Tag der Landwirtschaft in Frankenberg zu Gast war.

Frankenberg. „Bauern quälen Tiere. Das ist heutzutage eine leider weit verbreitete Meinung in der Öffentlichkeit.“ Das sagte der Lebensmittelchemiker und Ernährungswissenschaftler Udo Pollmer am Donnerstag beim Tag der Landwirtschaft der landwirtschaftlichen Organisationen des Landkreises in der Ederberglandhalle.

Wenn in den Medien über Massentierhaltung und Lebensmittel-Skandale berichtet werde, verschlechtere sich dadurch der Ruf für die gesamte Branche, meinte Polmer. Schuld daran seien auch die Landwirte selbst, weil sie den Vorurteilen nicht mit einer strukturierten Öffentlichkeitsarbeit entgegenwirken.

Gräuelpropaganda im Netz

Das, was in der Zeitung stehe, sei bei der öffentlichen Meinungsbildung nur die Spitze des Eisbergs. „Sie müssen die Altersgruppe der 9- bis 39-Jährigen erreichen, denn die sind im Internet aktiv“, sagte er. Wenn etwa Welt-Online von den „Foltermethoden in deutschen Schweineställen“ spreche, sei das „Gräuelpropaganda“, der die Landwirtschaft als Branche widersprechen müsse.

Die junge Generation nehme solche Berichterstattung als Wahrheit hin, wodurch der Vegetarismus als Massenbewegung entstehe. Diese Bewegung bezeichnete Pollmer als gefährlich für die Landwirtschaft, da sie die Abschaffung der Nutztierhaltung fordere.

Dabei entspreche es nur dem natürlichen Kreislauf, dass der Mensch Fleisch esse: „Bio-Veganer sollten sich nicht für etwas Besseres halten, sondern den Fleischessern dankbar sein. Schließlich sorgen die Fleischesser dafür, dass die Tiere Dünger geben.“ Und auch für ein veganes Frühstücks-Müsli würden Wühlmäuse vergiftet, da diese die Wurzeln des Obsts wegfressen, sagte der Lebensmittelchemiker.

Von Marc Hörcher

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Quelle: HNA

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