Frankenberg

Langholzlaster um 58 Prozent überladen

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- Frankenberg-Friedrichshausen (r). Der Anhänger war sogar um 80 Prozent überladen. Der gleiche Fahrer war erst vor zwei Wochen mit einem zu schweren Laster angehalten worden.

Bei einer Verkehrskontrolle am Freitagmorgen trauten die Beamten des Regionalen Verkehrsdienstes der Korbacher Polizei ihren Augen nicht: Auf der Landesstraße 3073 zwischen Frankenberg und Gemünden kam ihnen bei Friedrichshausen ein offensichtlich stark überladener Gliederzug mit Langholz entgegen. Die 50-Tonnen-Waage einer Frankenberger Firma war für das Gespann aus Höxter deutlich zu klein, so dass Zugfahrzeug und Anhänger separat gewogen werden mussten. Dabei stellten die Beamten ein Gesamtgewicht von 63,2 Tonnen fest, was einer Überladung von 58 Prozent entspricht. Der Anhänger war sogar um mehr als 80 Prozent überladen.

Der Fahrer des Lastzuges musste einen Teil der Ladung abladen, bevor er seine Fahrt fortsetzen konnte. Das Überladen kommt ihn nach Polizeiangaben teuer zu stehen. Da der gleiche Fahrer des westfälischen Unternehmens erst vor zwei Wochen mit dem gleichen Zug wegen einer Überladung von mehr als 30 Prozent angehalten wurde, wird ihm nun eine vorsätzliche Überladung vorgeworfen. Dadurch verdoppelt sich das Bußgeld auf nun 760 Euro. Zudem erwarten ihn drei Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei. Auch für den ersten Fall muss das Unternehmen mit einem Bußgeld rechnen: Die Beamten leiteten ein Gewinnabschöpfungsverfahren gegen das Unternehmen ein, das voraussichtlich 500 Euro kosten wird.

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