Johanna Beaupain strickt seit 25 Jahren für den DRK-Basar „Was alte Hände schaffen“

Ein Leben voller weicher Wolle

Stricken ist ihr Hobby: Johanna Beaupain (links) mit Freundin Elisabeth Tripp – beide stricken für den DRK-Basar. Foto:  Wenzel

Wiesenfeld. Als Kind hat Johanna Beaupain aus Wiesenfeld nicht gern gestrickt, heute ist es ihr großes Hobby. Mit ihrem handwerklichen Geschick engagiert sie sich jetzt schon seit 25 Jahren für den Basar „Was alte Hände schaffen“ der DRK-Seniorenclubs des Kreisverbandes Frankenberg.

Im Alter von fünf Jahren lernte Johanna Beaupain das Stricken bei ihrer Mutter. Freunde und Nachbarn der Familie kamen abends oft zu Besuch. Gemeinsam wurde dann gestrickt, erinnert sie sich. „Am Ende des Abends hatte ich immer am wenigsten geschafft“, sagt die Seniorin und lacht. Als Kind sei sie wohl zu faul gewesen. Sie strickte Socken, Schals und Mützen. „Meine kleine Schwester ist ganz in Wolle herum gelaufen“, erzählt Johanna Beaupain. Während der Handarbeitsstunden in der Schule lernte die heute 85-Jährige verschiedene Muster zu stricken. Zu Hause fertigte sie dann auch Pullover und Trachten an.

Socken und Topflappen

„Immer, wenn ich Zeit habe, stricke oder häkle ich“, sagt Johanna Beaupain. Meistens werden es Socken, aber auch Topflappen, Geld-Säckchen, Tischdecken oder Söckchen für ein Schlüsselbund. Im Winter profitieren vor allem die vier Enkel und acht Urenkel von den Handarbeiten ihrer Großmutter.

Ihr Hobby hält Johanna Beaupain fit. „Stricken ist auch gut fürs Gehirn“, sagt sie. Ein bisschen rechnen gehöre nämlich auch dazu.

Früher strickte die 85-Jährige gern beim Fernsehen, heute macht sie das in Ruhe. Oder eben bei dem monatlichen Treffen mit den zehn Damen der Seniorenclubs um Frankenberg. „Wir machen das für einen guten Zweck. Der Erlös kommt älteren Menschen zugute“, sagt die Seniorin. Es sei ein angenehmes Gefühl, zu helfen.

Die Wolle für das Gestrickte stellt das Deutsche Rote Kreuz zur Verfügung. Jedes Jahr im Herbst findet dann der Basar „Was alte Hände schaffen“ statt. Johanna Beaupain arbeitet mit Freude dafür. „Ansonsten würde ich das nicht schon so lange machen.“

Im Laufe der vielen Jahre sind bei den Vorbereitungen für den Basar gute Freundschaften entstanden. „Wir sind uns sehr verbunden“, erzählt Johanna Beaupain. Bei den Treffen haben die Seniorinnen das Strickzeug immer dabei und jeder macht seine Arbeit, doch auch das soziale Miteinander kommt nicht zu kurz.

Von Lena Wenzel

Quelle: HNA

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